Zeitgesteuertes Schalten in Tafeln und Verteilungen
Eine Schaltuhr gibt Schaltbefehle auf Basis der Uhrzeit aus. Sie wird in eine Tafel, einen Schaltschrank oder eine Verteilung eingebunden und schaltet angeschlossene Stromkreise oder Steuerkontakte zu definierten Zeitpunkten ein und aus. Im Unterschied zu wertabhängigen Reglern reagiert sie nicht auf Messwerte, sondern auf ein vorgegebenes Zeitprogramm.
Typische Anwendungen in Gebäude- und Anlagentechnik
Schaltuhren werden dort eingesetzt, wo Betriebszeiten regelmässig wiederkehren. Dazu gehören etwa Beleuchtung, Umwälzung, Lüftung, Hilfsaggregate oder freigegebene Betriebsfenster für Teilanlagen. In Verbindung mit Sanitäranlagen und technischen Nebenanlagen können sie Funktionen nur während bestimmter Nutzungszeiten aktivieren oder ausserhalb dieser Zeiten sperren.
Ausführungen und relevante Merkmale
Gebräuchlich sind mechanische und elektronische Ausführungen sowie Tages- und Wochenschaltuhren. Je nach Aufbau sind einzelne oder mehrere Schaltzeiten, unterschiedliche Schaltkanäle und verschiedene Einbauformen möglich. Bei der Auswahl zählen vor allem die gewünschte Programmstruktur, die Einbindung in die vorhandene Tafel und die Art des zu schaltenden Stromkreises oder Steuerkontakts.
Abgrenzung zu Zeitschaltern, Reglern und Steuerungen
Schaltuhren arbeiten uhrzeitbezogen und folgen einem Kalender- oder Tagesprogramm. Zeitschalter schalten häufig für eine bestimmte Zeitdauer nach einem Auslöser, etwa als Nachlauf- oder Treppenlichtfunktion. Regler verarbeiten Messgrössen, Steuerungen koordinieren mehrere Abläufe und Zustände, und Münzzeitschalter koppeln die Einschaltzeit an einen Zahlungsvorgang. Innerhalb von Elektrotafeln und Pneumatiktafeln decken Schaltuhren damit die einfache, wiederkehrende Zeitsteuerung ab.