Wie Fettabscheider arbeiten
Ein Fettabscheider nutzt die unterschiedlichen Dichten der im Abwasser enthaltenen Stoffe. Schwere Bestandteile sinken ab, während Fette und Öle an die Oberfläche steigen und im Behälter zurückgehalten werden. Das vorgereinigte Wasser fliesst anschliessend weiter in die Entwässerung. Damit die Trennwirkung erhalten bleibt, müssen Inhalt und Rückstände regelmässig entfernt werden.
Typische Einsatzorte in Gebäuden und Betrieben
Fettabscheider kommen in gewerblichen Küchen, Restaurants, Hotels, Kantinen, Spitälern, Heimen sowie in Betrieben der Lebensmittelverarbeitung zum Einsatz. Auch Bäckereien, Metzgereien oder Produktionsküchen können entsprechende Anlagen benötigen, wenn fetthaltiges Abwasser anfällt. Im Hochbau sind sie Teil der sanitärtechnischen Entwässerung und werden in die Leitungsführung, Aufstellung und Zugänglichkeit für Wartung und Entsorgung eingeplant.
Bauformen, Einbau und Betrieb
Je nach Objekt und Platzverhältnissen werden Fettabscheider innerhalb des Gebäudes oder ausserhalb im Erdreich angeordnet. Die konkrete Ausführung richtet sich unter anderem nach dem Abwasseranfall, der Nutzung des Betriebs und den Anforderungen an Entleerung und Reinigung. Für den Betrieb sind eine geeignete Zuführung, eine fachgerechte Einbindung in das Abwassersystem sowie eine regelmässige Wartung relevant. Auch Geruchsschutz, Zugänglichkeit und Entsorgungslogistik sind bei der Planung zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu anderen Abscheidern
Fettabscheider sind für organische Fette und Öle aus Küchen- und Lebensmittelabwässern ausgelegt. Sie unterscheiden sich damit von Benzin- und Ölabscheidern, die für mineralische Leichtflüssigkeiten in anderen Anwendungsbereichen vorgesehen sind. Innerhalb der Hierarchie gehören sie zur übergeordneten Leistung Abscheider und damit zum Bereich Abwasser in der Sanitärtechnik. Anders als allgemeine Leitungen oder Entwässerungskomponenten übernehmen sie eine gezielte Stofftrennung.