Was bei Solarium-Anlagen im Schwimmbadbau geplant wird
Zur Leistung Solarium gehören Besonnungsgeräte und ihre räumliche Einbettung in die Anlage. Dazu zählen einzelne Kabinen oder abgegrenzte Nutzungsbereiche, Stromversorgung, Beleuchtung, Lüftung, leicht zu reinigende Oberflächen sowie Zugangs- und Wartebereiche. Je nach Betreiberkonzept kann auch die Anbindung an Kassen-, Buchungs- oder Freigabesysteme relevant sein. Im Unterschied zu allgemeinen Sanitäranlagen geht es hier nicht um Duschen oder Umkleiden, sondern um einen eigenständigen Funktionsbereich mit spezifischer Nutzung.
Typische Einbauorte in Hallenbad-, Freizeit- und Wellnessanlagen
Solarium-Bereiche finden sich vor allem in Hallenbädern, kombinierten Freizeitbädern, Wellnesszonen, Hotelbädern oder Sportanlagen mit ergänzendem Erholungsangebot. Sie werden meist in räumlicher Nähe zu Garderoben oder Ruhebereichen angeordnet, jedoch klar vom Nassbereich getrennt. Dabei sind Laufwege, Privatsphäre, Reinigung und Aufsicht mitzuplanen. In öffentlichen Anlagen kommt zusätzlich die Organisation von Nutzung, Zugang und Betriebszeiten hinzu.
Solarduschen und Solarien als Unterleistungen
Innerhalb der Leistung Solarium lassen sich insbesondere Solarduschen und klassische Solarien unterscheiden. Solarduschen sind kompakte, meist vertikal genutzte Besonnungssysteme und benötigen eine andere Kabinengeometrie als liegende oder grössere Geräte. Solarien können als Einzelkabinen oder als Teil eines umfangreicheren Wellnessbereichs ausgeführt werden. Die Unterschiede betreffen vor allem Platzbedarf, Zugänglichkeit, Bedienkonzept, Reinigung und die Einbindung in den Raum.
Abgrenzung zu Heizung, Spa und technischen Nebenanlagen
Solarium ist innerhalb der Schwimmbadeinrichtungen von mehreren benachbarten Leistungen abzugrenzen. Gegenüber Heizen, Luft und Wärme betrifft Solarium nicht die allgemeine Gebäudeklimatik, sondern den konkret genutzten Besonnungsbereich; Lüftung ist hier Teil der Raumfunktion. Von Elektronik und Steuerungen unterscheidet sich Solarium dadurch, dass Steuerungen nur unterstützende Technik sind und nicht die Hauptleistung. Zu Spa und Sport bestehen funktionale Überschneidungen im Wellnesskontext, doch Solarium bezeichnet gezielt künstliche Besonnungsangebote und nicht Saunen, Ruhebereiche oder Trainingsflächen. Mit Wasseraufbereitung und Wasserversorgung hat dieser Bereich nur indirekt zu tun, da er in der Regel ausserhalb des wasserführenden Badeteils liegt.