Eisenerz als Rohstoff der Stahlproduktion
Eisenerz bezeichnet natürlich vorkommende mineralische Rohstoffe mit wirtschaftlich nutzbarem Eisengehalt. Für die industrielle Weiterverarbeitung wird es aufbereitet und anschliessend in der Eisen- und Stahlherstellung eingesetzt. Im Kontext des Eisenbahnbaus ist Eisenerz damit nicht mit fertigem Stahl gleichzusetzen, sondern mit dessen mineralischer Ausgangsbasis.
Bezug zum Eisenbahnbau und zu Infrastrukturprojekten
Der Bezug zum Eisenbahnbau entsteht über die Liefer- und Produktionskette von Stahl. Schienen, Stahlträger, Verbindungselemente, Bewehrungsstahl und weitere metallische Komponenten setzen eine vorgelagerte Gewinnung und Verarbeitung eisenhaltiger Rohstoffe voraus. Eisenerz ist daher vor allem für Beschaffung, Materialwirtschaft und industrielle Vorstufen relevant, nicht für den direkten Einbau auf der Baustelle.
Vorkommen, Aufbereitung und Handelsformen
Eisenerz kommt in unterschiedlichen mineralischen Formen vor, etwa als Hämatit oder Magnetit. Vor dem Einsatz in Hochofen- oder anderen metallurgischen Prozessen wird es je nach Herkunft und Qualität zerkleinert, angereichert oder zu geeigneten Einsatzformen aufbereitet. Für die Betrachtung als Materialleistung sind insbesondere Herkunft, Zusammensetzung, Verfügbarkeit und Eignung für nachgelagerte Produktionsprozesse von Bedeutung.
Abgrenzung zu Kalk, Koks, Schrott, Schlacke und Stahl
Eisenerz unterscheidet sich von den benachbarten Materialleistungen durch seine Rolle als primärer Eisenrohstoff. Kalk und Koks sind Einsatzstoffe der metallurgischen Verarbeitung, aber keine eisenhaltigen Erze. Schrott ist ein Sekundärrohstoff aus bereits genutzten Metallprodukten, Schlacke ein Nebenprodukt aus thermischen Prozessen und Stahl das veredelte Endmaterial für den konstruktiven Einsatz. In der Hierarchie unter Materialien markiert Eisenerz damit den frühesten stofflichen Ausgangspunkt.