Leistungsumfang von Erdarbeiten
Unter Erdarbeiten werden im Erdbau verschiedene Arbeiten am anstehenden oder eingebrachten Boden zusammengefasst. Dazu können je nach Projekt das Lösen, Abtragen, Aushuben, Laden, Fördern, Einbauen oder Verfüllen gehören. Welche Teilschritte tatsächlich erforderlich sind, hängt von Baugrund, Geländeprofil, Bauaufgabe und den vorgegebenen Abmessungen ab.
Typische Einsatzbereiche auf Baustellen
Erdarbeiten fallen bei der Vorbereitung von Fundamentbereichen, bei Leitungsgräben, bei Baugruben sowie im Strassen- und Platzbau an. Sie werden auch für Geländekorrekturen, Böschungen, Entwässerungsbereiche oder das Herstellen definierter Niveaus ausgeführt. Im Tiefbau betreffen sie oft sowohl die eigentliche Aushubgeometrie als auch die geordnete Materialbewegung auf oder von der Baustelle.
Ausprägungen nach Form und Materialbewegung
Erdarbeiten können flächig, linear oder punktuell organisiert sein. Flächige Arbeiten betreffen etwa Bodenabtrag oder Bodenauftrag, lineare Arbeiten Leitungsgräben und punktuelle Arbeiten einzelne Fundament- oder Schachtbereiche. Hinzu kommen Auffüllungen, Verfüllungen und der Einbau von Material in vorgegebener Lage, wobei die Wiederverwendung, Zwischenlagerung oder Abfuhr des Bodens den Ablauf mitbestimmt.
Abgrenzung zu einzelnen Erdbau-Dienstleistungen
In dieser Hierarchie ist Erdarbeiten der übergeordnete Begriff für mehrere konkrete Leistungen im Erdbau. Leistungen wie Baggern, Laden oder Fördern bezeichnen einzelne Arbeitsschritte, während Bodenabtrag und Bodenaushub, Fundamentaushub oder die Herstellung von Baugruben enger definierte Aufgaben beschreiben. Wird ein Auftrag aus mehreren dieser Schritte zusammengesetzt, wird er häufig unter Erdarbeiten eingeordnet.