Was unter Fundamentaushub verstanden wird
Beim Fundamentaushub wird Boden dort entfernt, wo tragende Bauteile gegründet werden sollen. Dazu gehören lineare Aushübe für Streifenfundamente, punktuelle Aushübe für Einzelfundamente sowie flächige Aushübe für Fundamentplatten. Ziel ist eine definierte Gründungssohle, auf der die weiteren Arbeiten wie Sauberkeitsschicht, Schalung, Bewehrung oder Betonage aufbauen können.
Typische Einsatzbereiche für Fundamentaushub
Fundamentaushub fällt bei Neubauten, Anbauten, Stützkonstruktionen, kleineren Ingenieurbauwerken und technischen Anlagen an. Je nach Bauaufgabe werden Fundamente für Gebäude, Mauern, Stützen, Schächte oder Einzelfundamente hergestellt. Auch bei beengten Verhältnissen, etwa neben bestehenden Bauwerken oder Werkleitungen, kann ein präziser Aushub erforderlich sein.
Ausführung, Tiefe und Bodenverhältnisse
Die Ausführung richtet sich nach Werkplänen, Baugrund und örtlichen Randbedingungen. Entscheidend sind unter anderem Aushubtiefe, Breite, Zugänglichkeit, Wasserzutritt sowie die Tragfähigkeit der freigelegten Sohle. Je nach Situation erfolgt der Aushub maschinell, teilweise ergänzt durch Handaushub, etwa für exakte Kanten, Anschlüsse oder Arbeiten im Bestand.
Abgrenzung zu Baugrubenherstellung und allgemeinem Bodenaushub
Fundamentaushub ist enger gefasst als die Herstellung von Baugruben. Eine Baugrube schafft den Arbeitsraum für ein gesamtes Untergeschoss oder grösseres Bauwerk, während Fundamentaushub gezielt die Bereiche der Gründung betrifft. Gegenüber Bodenabtrag und Bodenaushub steht nicht das flächige Entfernen von Erdmaterial im Vordergrund, sondern die lage- und höhengenaue Vorbereitung einzelner Fundamentzonen. Nachgelagerte Arbeiten wie Bodenverfüllungen oder Auffüllungen gehören nicht mehr zum Fundamentaushub selbst.