Funktionsprinzip mit kontinuierlicher Förderschnecke
Das Werkzeug besteht aus einer langen Schnecke, die den Boden beim Eindringen löst und entlang der Wendel nach oben fördert. Dadurch entfällt das wiederholte Ziehen und Entleeren eines einzelnen Bohrgefässes. Bei Verfahren zur Pfahlherstellung wird nach Erreichen der Zieltiefe Beton oder Mörtel in vielen Fällen über das hohle Gestänge eingebracht, während die Schnecke kontrolliert gezogen wird.
Typische Anwendungen im Spezialtiefbau
Endlosschneckenmaschinen werden für Gründungselemente und Bohrpfähle eingesetzt, bei denen ein geschlossener und gleichmässiger Herstellablauf gefragt ist. Sie kommen je nach Baugrund unter anderem bei Hochbaugründungen, Stützkonstruktionen und Baugrubensicherungen zum Einsatz. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt von Bodenaufbau, Hindernissen im Untergrund, Pfahldimensionen und den Anforderungen an die Ausführung ab.
Maschinenmerkmale und verfahrensbezogene Ausprägungen
Je nach Projekt unterscheiden sich Endlosschneckenmaschinen in Drehmoment, Vorschubkraft, Mäklerhöhe sowie Schneckenlänge und -durchmesser. Viele Geräte sind auf die Herstellung von CFA-Pfählen ausgelegt, andere decken zusätzliche Bohranwendungen ab. Für die praktische Eignung sind neben der Maschine auch Betonageeinrichtung, Austrag des Bohrguts, Dokumentation der Bohrparameter und die Einbringung der Bewehrung relevant.
Abgrenzung zu anderen Bohrmaschinen
Innerhalb der Bohrmaschinen im Spezialtiefbau zeichnen sich Endlosschneckenmaschinen durch den kontinuierlichen Bohrgutaustrag über die Schnecke aus. Im Unterschied zu Kellybohrmaschinen wird das Material nicht abschnittsweise mit einem separaten Werkzeug aufgenommen und entleert. Gegenüber Vollverdrängermaschinen entsteht Bohrgut, statt den Boden weitgehend seitlich zu verdrängen. Von Doppelkopfmaschinen unterscheiden sie sich zudem dadurch, dass nicht das gleichzeitige Bohren mit Verrohrung im Vordergrund steht.