Erfassungsumfang bei der Tunnelinspektion
Eine Inspektion mit Tunnelscanning liefert flächenhafte und nachvollziehbare Daten zum bestehenden Bauwerk. Erfasst werden je nach Verfahren unter anderem Querschnitte, Lichtraum, Oberflächenverläufe und erkennbare Unregelmässigkeiten an der Tunnelinnenschale. Dadurch entsteht eine digitale Grundlage, die über eine rein punktuelle Sichtprüfung hinausgeht.
Typische Anlässe für Inspektionen im Tunnel
Tunnelinspektionen werden im laufenden Betrieb für die Zustandsüberwachung eingesetzt. Weitere Anlässe sind die Beurteilung nach ausserordentlichen Belastungen, die Vorbereitung von Unterhaltsarbeiten oder die Dokumentation vor Sperrungen und Eingriffen. Auch bei schwer zugänglichen Abschnitten ist das Verfahren sinnvoll, weil zusammenhängende Daten über längere Strecken erhoben werden können.
Formen der Auswertung im Tunnelscanning
Je nach Fragestellung kann die Inspektion geometrisch, oberflächenbezogen oder vergleichend ausgewertet werden. Geometrische Auswertungen prüfen Abweichungen im Profil oder Veränderungen im Verlauf, während oberflächenbezogene Auswertungen sichtbare Schadstellen und Auffälligkeiten dokumentieren. Bei wiederholten Befahrungen lassen sich Veränderungen zwischen zwei Zuständen systematisch gegenüberstellen.
Abgrenzung zu Bestand, Neubau und Sanierung
Innerhalb des Tunnelscannings ist die Inspektion auf die technische Prüfung und Beurteilung des aktuellen Zustands ausgerichtet. Bestand fokussiert stärker auf die geordnete Erfassung und Dokumentation des vorhandenen Bauwerks, während Neubau vor allem Baufortschritt, Soll-Ist-Vergleiche oder Abnahmen betrifft. Im Zusammenhang mit Sanierung dient Tunnelscanning eher der Vorbereitung und Kontrolle von Massnahmen; die Inspektion selbst ist die vorgelagerte oder begleitende Zustandsaufnahme.