Planung und Aufbau von Bewässerungssystemen
Bei Bewässerungen wird festgelegt, wie Wasser entnommen, gespeichert, weitergeleitet und an der Fläche verteilt wird. Dazu gehören je nach Aufgabe Leitungen, Schächte, Armaturen, Übergabepunkte, Pumpen oder offene Führungselemente. Die Auslegung richtet sich nach dem Wasserbedarf, den zeitlichen Nutzungsprofilen und den örtlichen Bedingungen wie Höhenunterschieden, Bodenverhältnissen oder vorhandener Infrastruktur.
Typische Einsatzfelder für Bewässerungen
Bewässerungen werden unter anderem in der Landwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau, bei Sportanlagen, auf kommunalen Grünflächen sowie bei Aufforstungs- und Rekultivierungsflächen eingesetzt. Auch Sonderanwendungen wie temporäre Versorgung auf Baustellen oder die Versorgung empfindlicher Pflanzbestände können darunter fallen. Je nach Einsatzgebiet stehen eine gleichmässige Verteilung, eine punktgenaue Wasserabgabe oder eine robuste Flächenversorgung im Vordergrund.
Verteilarten und technische Ausprägungen
Bewässerungssysteme können als Oberflächenbewässerung, Beregnung oder tropfen- bzw. mikrobasierte Verteilung ausgeführt werden. Ebenso gibt es stationäre und mobile Lösungen sowie manuell betriebene oder automatisierte Systeme. Welche Ausprägung geeignet ist, hängt unter anderem von Kulturart, Verdunstung, Flächenschnitt, Wasserqualität und dem gewünschten Steuerungsgrad ab.
Abgrenzung zu anderen Wasserbau-Dienstleistungen
Innerhalb der Hierarchie gehört Bewässerungen zu den Dienstleistungen im Wasserbau und bezieht sich auf die gezielte Nutzung und Verteilung von Wasser auf einer Fläche. Im Unterschied dazu behandeln Entwässerungen die Ableitung überschüssigen Wassers, während Filtration die Aufbereitung des Wassers betrifft. Gewässerausbau und Gewässerunterhaltung beziehen sich auf den Gewässerkörper selbst, Hochwasserschutz auf Schutzmassnahmen bei Extremereignissen und Wassermengenwirtschaft auf die übergeordnete Steuerung von Wasserressourcen.