Was eine SPS in der Gebäudesystemtechnik übernimmt
Eine SPS bildet logische Verknüpfungen und Abläufe in einer Steuerung ab. Typische Funktionen sind Ein- und Ausschaltfolgen, Zeitfunktionen, Grenzwertüberwachungen, Freigaben, Verriegelungen und die Verarbeitung digitaler oder analoger Signale. Im Unterschied zu einer reinen Signalübertragung arbeitet die SPS als steuernde Instanz mit hinterlegtem Programm.
Typische Anwendungen in Gebäuden und technischen Anlagen
SPS werden in Gebäuden häufig für HLK-Anlagen, Pumpengruppen, Lüftungen, Heizkreise, Kälteerzeugung, Druckerhöhungen, Energieverteilungen oder Sonderanlagen eingesetzt. Sie eignen sich dort, wo mehrere Betriebszustände koordiniert, Sicherheitsabfolgen berücksichtigt oder Anlagenteile sequenziell angesteuert werden müssen. Auch Störmeldungen, Sammelalarme und Betriebsrückmeldungen lassen sich über die Steuerung bündeln.
Aufbau, Ein- und Ausgänge sowie Anbindung
Eine SPS besteht je nach Ausführung aus CPU, Ein- und Ausgangsmodulen sowie Kommunikationsschnittstellen. Verbreitet sind kompakte Steuerungen für einzelne Teilanlagen und modulare Systeme für umfangreichere Aufgaben mit mehreren Signalarten. In der Gebäudesystemtechnik wird die SPS oft mit Feldgeräten, Schaltschränken, Visualisierungen oder einer übergeordneten Leittechnik verbunden.
Abgrenzung zu KNX, BACnet, Modbus und PLC
SPS ist keine Busspezifikation wie KNX, BACnet oder Modbus, sondern eine Steuerung, die solche Protokolle je nach System nutzen oder anbinden kann. Bussysteme dienen primär der Kommunikation zwischen Geräten, während die SPS die eigentliche Logik und Ablaufsteuerung ausführt. Die Bezeichnung PLC wird im internationalen Umfeld oft als englisches Pendant zu SPS verwendet; in Verzeichnissen können beide Begriffe dennoch getrennt geführt sein.