Was unter Kandelabern im Aussenbereich verstanden wird
Im Bereich der Aussenleuchten bezeichnet der Begriff Kandelaber in der Regel höhere, freistehende Leuchten mit eigenem Tragkörper. Anders als reine Leuchtenköpfe oder Wandleuchten bilden Mast, Ausleger und Leuchteneinheit eine sichtbare Gesamtlösung. Je nach Ausführung dient ein Kandelaber der flächigen Beleuchtung, der Wegeführung oder der akzentuierten Ausleuchtung von Aufenthaltsbereichen.
Typische Einsatzorte für Kandelaber
Kandelaber werden in Aussenanlagen eingesetzt, in denen Lichtverteilung und Erscheinungsbild gemeinsam geplant werden. Dazu gehören öffentliche Plätze, Innenhöfe, Zufahrten, Parkwege, historische Anlagen, Hotel- und Verwaltungsareale sowie Vorplätze von Wohn- und Geschäftsbauten. In solchen Umgebungen sollen Leuchten nicht nur Helligkeit bereitstellen, sondern sich auch in Architektur, Freiraumgestaltung und Sichtachsen einfügen.
Ausführungen nach Aufbau, Form und Lichtcharakter
Kandelaber unterscheiden sich unter anderem in Mastform, Höhe, Anzahl der Leuchtenarme und Gestaltung der Leuchtenköpfe. Verbreitet sind einflammige, zweiarmige oder mehrarmige Ausführungen sowie klassische und reduzierte Formen für unterschiedliche Umgebungen. Je nach Projekt stehen dekorative Erscheinungsbilder, gerichtete Lichtabgabe, gleichmässige Flächenbeleuchtung oder eine zurückhaltende Einbindung in die Umgebung im Vordergrund.
Abgrenzung zu Strassenleuchten, Aufsatzleuchten und Gartenleuchten
Kandelaber sind nicht mit allen freistehenden Aussenleuchten gleichzusetzen. Strassenleuchten sind stärker auf verkehrsbezogene Beleuchtungsaufgaben ausgerichtet, während Kandelaber häufiger in platz- und gestaltungsorientierten Aussenräumen verwendet werden. Aufsatzleuchten bezeichnen meist den Leuchtenkopf, der auf einem Mast montiert wird, nicht zwingend die vollständige freistehende Leuchte. Gartenleuchten sind in der Regel deutlich kleiner und für private oder kleinteilige Grünflächen ausgelegt.