Aufbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
Zu einer Einbruchmeldeanlage gehören typischerweise Zentrale, Bedienteile, Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Glasbruchmelder, Alarmgeber und eine Übertragungseinrichtung. Überfallmeldeanlagen ergänzen dies um bewusst ausgelöste Alarmstellen wie Taster oder andere verdeckt bedienbare Auslöser. Die Signalverarbeitung erfolgt zonen- oder bereichsbezogen, damit Zustände wie scharf, unscharf, Störung oder Sabotage eindeutig zugeordnet werden können.
Schutzkonzepte für Gebäude, Räume und Arbeitsplätze
Je nach Nutzung werden Gebäudehülle, einzelne Räume oder komplette Nutzungseinheiten überwacht. Typische Einsatzbereiche sind Verkaufsflächen ausserhalb der Betriebszeiten, Lager- und Technikräume, sensible Verwaltungsbereiche sowie Arbeitsplätze mit direktem Publikumsverkehr. Überfallfunktionen werden dort eingesetzt, wo Mitarbeitende in Bedrohungslagen diskret alarmieren müssen.
Alarmarten, Weiterleitung und Betriebszustände
Ein Alarm kann akustisch und optisch vor Ort, als stille Meldung an eine besetzte Stelle oder in kombinierter Form ausgegeben werden. In grösseren Objekten werden Teilbereiche oft getrennt geschaltet, damit etwa Lager, Bürotrakte oder Publikumszonen unterschiedliche Betriebszeiten abbilden. Zusätzlich werden Störungen, Sabotageversuche und Spannungsverlust überwacht, damit der Anlagenzustand nachvollziehbar bleibt.
Abgrenzung zu Zutrittskontrolle, Video und Brandmeldungen
Einbruch- und Überfallmeldeanlagen gehören innerhalb der Schwachstromanlagen zu den sicherheitsbezogenen Melde- und Signalanlagen. Im Unterschied zu Zutrittskontrollanlagen steuern sie nicht primär Berechtigungen, sondern melden unbefugtes Eindringen oder eine akute Bedrohungslage. Video-Überwachungsanlagen liefern Bildinformationen, ersetzen aber keine Melderlogik; Brandmelder, Evakuationsanlagen und Notfallwarnsysteme sind dagegen auf Brand- oder Gefahrenlagen mit anderer Auslöse- und Alarmierungslogik ausgelegt.