Funktionsprinzip von Stempeluhren
Eine Stempeluhr druckt bei der Betätigung eine definierte Zeitangabe auf ein Medium wie eine Arbeitskarte, einen Lieferschein oder ein Formular. Je nach Ausführung werden Uhrzeit, Datum oder beides aufgebracht. Die Anzeige und das Druckwerk sind so ausgelegt, dass der Zeitvermerk direkt lesbar und ohne separates Auslesesystem nachvollziehbar ist.
Einsatz bei Arbeitskarten, Belegen und Formularen
Typische Anwendungen liegen dort, wo papiergebundene Abläufe bestehen oder ein sichtbarer Zeitvermerk Teil des Prozesses ist. Dazu gehören Arbeitszeitkarten, interne Belegläufe, Wareneingänge, Post- und Dokumentenbearbeitung sowie einfache Kontrollprozesse. In solchen Umgebungen ist der Ausdruck auf dem Dokument selbst oft zweckmässiger als eine ausschliesslich elektronische Buchung.
Ausführungen nach Medium und Einsatzlogik
Stempeluhren unterscheiden sich vor allem danach, welches Medium verarbeitet wird und wie der Stempelvorgang ausgelöst wird. Verbreitet sind Geräte für personengebundene Karten sowie Modelle für frei eingeführte Dokumente oder Belege. Je nach Bedarf stehen einfache Zeitstempel, kombinierte Datums- und Zeitstempel oder Ausführungen mit vorgegebenen Druckpositionen im Vordergrund.
Abgrenzung zu Badge-Systemen und Zeiterfassungssystemen
Innerhalb der Uhren und schwachstrombezogenen Erfassungstechnik sind Stempeluhren klar von Badge-Systemen und umfassenden Zeiterfassungssystemen zu trennen. Badge-Systeme buchen Identitäten elektronisch, während Stempeluhren einen physischen Nachweis auf Papier erzeugen. Gegenüber Betriebsdatenerfassung oder Maschinendatenerfassung erfassen sie keine Prozess- oder Anlagendaten, sondern einzelne Zeitvermerke an Karten oder Dokumenten. Auch Kontrolluhren sind anders einzuordnen, da dort Kontrollgänge oder Prüfpunkte im Vordergrund stehen.