Wirkprinzip von CO2 bei der pH-Absenkung
Bei alkalischem Abwasser wird CO2 in den Wasserstrom oder in ein Behandlungsbecken eingetragen. Im Wasser entsteht daraus Kohlensäure, wodurch der pH-Wert sinkt. Im Unterschied zu starken Säuren erfolgt die Korrektur über ein gelöstes Gas. CO2 wird deshalb dort eingesetzt, wo eine kontrollierte Neutralisation gefragt ist oder zusätzliche Salzfracht aus anderen Neutralisationsmitteln vermieden werden soll.
Typische Einsatzsituationen in der Abwasserbehandlung
CO2 kommt vor allem bei Abwässern mit erhöhtem pH-Wert zum Einsatz, etwa nach Reinigungs-, Wasch-, Produktions- oder Aufbereitungsschritten. Relevant ist die Neutralisation vor der Einleitung, vor nachfolgenden Behandlungsstufen oder innerhalb geschlossener Wasserkreisläufe. Besonders geeignet ist das Mittel für kontinuierliche oder schwankende Abwasserströme, bei denen der pH-Wert prozesssicher eingehalten werden muss.
Bereitstellung, Dosierung und Prozessanbindung
Als Neutralisationsmittel ist CO2 immer mit geeigneter Lagerung, Druckregelung, Dosierung und Einbringung verbunden. Die Aufgabe erfolgt je nach Prozess über Leitungen, Injektionsstellen oder andere Eintragssysteme. Für eine stabile Wirkung sind die Abstimmung von CO2-Menge, Eintragsart, Verweilzeit und laufender pH-Messung massgebend. Die Leistung umfasst damit das Medium in seiner prozessgerechten Verwendung.
Abgrenzung zu Neutralisationsanlagen CO2 und anderen Chemikalien
Neutralisationsmittel CO2 bezeichnet das Betriebsmittel für die chemische Behandlung alkalischer Abwässer. Davon zu unterscheiden sind Neutralisationsanlagen CO2, also die technische Ausrüstung für Lagerung, Dosierung, Messung und Regelung. Gegenüber allgemeinen Chemikalien zur Abwasserbehandlung ist CO2 klar auf die pH-Korrektur ausgerichtet und nicht auf Aufgaben wie Fällung, Oxidation oder Dekontamination.