Was bei Baugrundverschmutzung untersucht wird
Untersucht wird, ob der Baugrund Stoffe enthält, die bautechnisch, umweltrechtlich oder für die Entsorgung von Aushub relevant sind. Dabei geht es nicht nur um die Oberbodenschicht, sondern um belastete Auffüllungen, eingemischte Fremdmaterialien oder Verunreinigungen in tieferen Schichten. Je nach Fragestellung werden Beschaffenheit, räumliche Ausdehnung und Tiefe der Belastung erfasst.
Typische Anlässe für Abklärungen im Untergrund
Abklärungen zur Baugrundverschmutzung erfolgen häufig vor Neubauten, Umnutzungen, Rückbauten oder grösseren Erdarbeiten. Sie sind besonders naheliegend bei Standorten mit industrieller oder gewerblicher Vornutzung, bei verdächtigen Auffüllungen oder bei Hinweisen aus früheren Untersuchungen. Auch bei der Planung von Aushublogistik und Entsorgungswegen ist entscheidend, ob belastetes Material zu erwarten ist.
Erfassung, Probenahme und Beurteilung
Die Untersuchung stützt sich je nach Situation auf historische Informationen, Feldbegehungen, Aufschlüsse und Proben aus dem Untergrund. Dafür werden unter anderem Bodenproben, Probenahmen oder Bohrkerne eingesetzt, wenn die Belastung in bestimmten Tiefen oder Schichten beurteilt werden muss. Die Resultate zeigen, ob ein lokaler Eintrag vorliegt, wie stark einzelne Bereiche betroffen sind und ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
Abgrenzung zu Altlasten, Baugrundsondierungen und Grundwasseruntersuchungen
Baugrundverschmutzung ist innerhalb der Bodenuntersuchungen auf die stoffliche Belastung des Untergrunds ausgerichtet. Baugrundsondierungen erfassen primär den geotechnischen Aufbau des Baugrunds, während Grundwasseruntersuchungen die Ausbreitung im Wasserpfad beurteilen. Von Altlasten und Altlastenuntersuchungen unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass nicht jede Baugrundverschmutzung automatisch eine altlastenrechtliche Einordnung eines Standorts bedeutet.