Wärmerückgewinnung aus Luftströmen fachlich beurteilen
Planungs- und Beratungsleistungen zu Wärmerückgewinnung aus der Luft untersuchen, ob in einem Gebäude oder Prozess ausreichend nutzbare Wärme in der Abluft vorhanden ist. Dafür werden Luftvolumenströme, Temperaturdifferenzen, Feuchte, Betriebsprofile und hygienische Anforderungen geprüft. Ebenso relevant ist, wie die zurückgewonnene Energie weiterverwendet werden kann, etwa zur Vorerwärmung der Zuluft oder zur Unterstützung eines Heizsystems. Die Leistung umfasst damit nicht den reinen Einbau eines Geräts, sondern die technische und energetische Beurteilung des gesamten Anwendungskontexts.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden und technischen Anlagen
Wärmerückgewinnung aus der Luft wird vor allem dort geprüft, wo kontinuierlich konditionierte Luft abgeführt wird. Dazu zählen Lüftungsanlagen in Verwaltungs-, Bildungs-, Gesundheits- oder Produktionsgebäuden sowie technische Abluft aus gewerblichen und industriellen Prozessen. Besonders relevant ist die Analyse bei Anlagen mit hohen Luftmengen oder langen Betriebszeiten, weil dort das Rückgewinnungspotenzial besser abschätzbar ist. Auch bei Sanierungen wird untersucht, ob bestehende Lüftungs- oder Klimasysteme um eine Wärmerückgewinnung ergänzt werden können.
Planungsparameter und technische Ausprägungen
Je nach Anlage werden unterschiedliche Konzepte betrachtet, etwa luftseitige Wärmerückgewinnung innerhalb von Lüftungsgeräten oder die Einbindung in übergeordnete Energiesysteme. In der Planung sind unter anderem Druckverluste, Vereisungsrisiken, Luftqualität, Trennung der Luftströme, Wartungszugänglichkeit und Platzverhältnisse zu berücksichtigen. Bei der fachlichen Auslegung geht es zudem um die Frage, ob die rückgewonnene Wärme direkt nutzbar ist oder über weitere technische Stufen eingebunden werden muss. Die konkrete Lösung hängt stark von den Luftmengen, dem Temperaturniveau und den betrieblichen Randbedingungen ab.
Abgrenzung zu Wärmerückgewinnung aus Abwasser und Gewerbekühlung
Innerhalb der Wärmerückgewinnung bezieht sich diese Leistung ausschliesslich auf Luft als Wärmequelle. Im Unterschied zur Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser werden keine thermischen Potenziale aus Schmutz- oder Prozesswasser bewertet. Gegenüber der Wärmerückgewinnung aus Gewerbekühlung steht hier auch nicht die Abwärme aus Kälteanlagen oder Kühlprozessen im Vordergrund, sondern die Nutzung von Abluft- und Fortluftströmen. Die hier betrachtete Leistung ist damit auf lufttechnische Systeme und deren energetische Einbindung ausgerichtet.