Messprinzip in der chemischen Analytik
Das Gerät führt Licht durch oder auf eine Probe und misst, wie stark bestimmte Wellenlängen absorbiert, durchgelassen oder in einzelnen Anwendungen emittiert werden. Aus dem gemessenen Signal lassen sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung oder Konzentration eines Analyten ziehen. Voraussetzung für belastbare Resultate sind eine geeignete Probenvorbereitung, passende Messbedingungen und eine auf die Methode abgestimmte Kalibrierung.
Typische Anwendungen in Umwelt- und Prozesslaboren
Fotospektrometer werden für Routineanalysen eingesetzt, bei denen standardisierte photometrische Verfahren verfügbar sind. Dazu gehören unter anderem Wasser- und Abwasseruntersuchungen, die Analyse von Reaktionsansätzen, Kontrollmessungen in Laboren sowie die Auswertung farbreaktiver Nachweise. In der Energie- und Umweltbranche sind solche Geräte dort relevant, wo Konzentrationen gelöster Stoffe, Trübungsänderungen oder chemische Umsetzungen über ein optisches Signal erfasst werden.
Geräteausprägungen und Messkonzepte
Je nach Aufgabenstellung kommen einfache Geräte für feste Messwellenlängen oder Systeme mit variabler spektraler Auswahl zum Einsatz. Unterschiede bestehen auch bei der Probenaufnahme, etwa mit Küvetten, Durchflusszellen oder automatisierten Probenwechslern. Für den Laboralltag sind zudem Faktoren wie Messbereich, Reproduzierbarkeit, Auswertesoftware und die Einbindung in bestehende Analysenabläufe relevant.
Abgrenzung zu UV-Vis-Spektrometern und anderen Analysegeräten
Der Begriff Fotospektrometer wird in der Praxis teils allgemein für photometrisch arbeitende Messgeräte verwendet. Im Unterschied dazu bezeichnet ein UV-Vis-Spektrometer meist ein Gerät mit klar definiertem spektralem Arbeitsbereich und erweiterten Möglichkeiten zur Aufnahme und Auswertung von Spektren. Von Atomabsorptions- oder Plasma-Spektrometern unterscheiden sich Fotospektrometer durch das Messprinzip und den typischen Einsatz bei photometrischen Standardmethoden. Gegenüber Ionenchromatographie oder Elektrophorese steht nicht die Trennung von Stoffen im Vordergrund, sondern die optische Auswertung einer Probe oder Reaktion.