Welche Messgroesse Dichtemessgeräte erfassen
Erfasst wird die Dichte eines Mediums, also seine Masse bezogen auf ein bestimmtes Volumen. Der Messwert kann direkt zur Stoffcharakterisierung dienen oder als Grundlage für weitere Bewertungen, etwa bei Mischungsverhältnissen oder Qualitätsprüfungen. Da die Dichte temperaturabhängig ist, wird die Temperatur in vielen Anwendungen mitberücksichtigt, damit Messwerte vergleichbar und korrekt eingeordnet werden können.
Typische Einsatzbereiche in Prozess, Umwelt und Labor
Dichtemessgeräte werden in der Prozessüberwachung, in der Qualitätskontrolle und in der Probenanalyse eingesetzt. Typische Anwendungen betreffen Flüssigkeiten, Suspensionen, Schlämme oder andere Medien, deren Zusammensetzung sich über die Dichte beurteilen lässt. In der Energie- und Umweltbranche kommen sie unter anderem dort zum Einsatz, wo Medienströme, Aufbereitungsprozesse, Betriebsstoffe oder Proben aus Wasser, Abwasser und technischen Anlagen überprüft werden.
Geräteformen und Messprinzipien
Die Ausführung richtet sich nach Medium, Einbausituation und gewünschter Messgenauigkeit. Verbreitet sind Laborgeräte für Einzelproben, portable Geräte für den Feldeinsatz sowie Inline-Systeme für die kontinuierliche Prozessmessung. Je nach Anforderung werden unterschiedliche Messprinzipien verwendet, etwa schwingungsbasierte, hydrostatische oder auf Auftrieb beruhende Verfahren. Entscheidend sind dabei Eigenschaften wie Viskosität, Temperaturbereich, Verschmutzungsneigung und ob berührungslos oder direkt im Medium gemessen werden soll.
Abgrenzung zu anderen Mess- und Ueberwachungssystemen
Innerhalb der physikalischen Messungen erfassen Dichtemessgeräte eine stoffbezogene Kenngroesse und nicht den Zustand einer Anlage im engeren Sinn. Im Unterschied zu Druckmessgeräten messen sie keinen Leitungs- oder Behälterdruck, und anders als Durchflussmesser bestimmen sie nicht die transportierte Menge pro Zeit. Zur Leckdetektion dienen sie ebenfalls nicht direkt, auch wenn Dichteänderungen Hinweise auf Vermischungen oder Prozessabweichungen geben können. Gegenüber Leitfähigkeitsmessgeräten liefern sie eine andere Aussagebasis, da nicht das elektrische Verhalten, sondern die stoffliche Beschaffenheit über Masse und Volumen erfasst wird.