Was Druckmessgeräte erfassen
Druckmessgeräte messen den Druck eines Mediums relativ zum Umgebungsdruck, als Absolutdruck oder als Differenz zwischen zwei Druckpunkten. Die Ausgabe erfolgt je nach Gerät lokal über eine Anzeige oder als elektrisches Signal für Auswertung und Regelung. In technischen Anlagen werden sie eingesetzt, um Betriebszustände sichtbar zu machen, Grenzwerte zu überwachen oder Prozessschritte stabil zu führen.
Einsatz in Anlagen, Netzen und Verfahren
Typische Anwendungen liegen in Rohrleitungssystemen, Pumpen- und Verdichteranlagen, Filtration, Wasseraufbereitung, Energieerzeugung sowie in verfahrenstechnischen Prozessen. Druckmessgeräte werden verwendet, um Leitungsdruck, Behälterdruck oder Druckverluste über Komponenten zu erfassen. In der Energie- und Umweltbranche sind sie unter anderem relevant für die Überwachung von Medienkreisläufen, Versorgungsnetzen und technischen Sicherheitseinrichtungen.
Bauformen und Messaufgaben
Gebräuchlich sind analoge Manometer, digitale Druckanzeiger, Drucksensoren und Drucktransmitter. Je nach Messaufgabe kommen Geräte für Überdruck, Unterdruck, Absolutdruck oder Differenzdruck zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Medium, Temperatur, Messbereich, Werkstoffanforderungen, Signalart und Einbauort.
Abgrenzung zu anderen Mess- und Prüfleistungen
Druckmessgeräte gehören innerhalb der physikalischen Messungen zur Erfassung einer klar definierten Prozessgrösse. Sie unterscheiden sich von Durchflussmessern, die die Menge oder Geschwindigkeit eines strömenden Mediums bestimmen, sowie von Dichtemessgeräten, die Material- oder Medienkennwerte erfassen. Auch Leckdetektion ist davon abzugrenzen: Dort steht das Auffinden von Undichtheiten im Vordergrund, nicht die kontinuierliche Messung des Prozessdrucks.