Aufbereitung von Sensorsignalen für die Weiterverarbeitung
Viele Sensoren liefern Rohsignale, die für Regler, SPS, Leitsysteme oder Anzeigegeräte noch nicht direkt geeignet sind. Messverstärker heben kleine Spannungs- oder Stromsignale auf ein nutzbares Niveau an, während Signalkonditionierung zusätzlich Funktionen wie Skalierung, Entkopplung, Filterung, Glättung oder Linearisierung umfasst. So lassen sich Messwerte aus unterschiedlichen Quellen in eine Form bringen, die für die weitere Verarbeitung technisch konsistent ist.
Typische Einsatzbereiche in Energie- und Umweltanlagen
Eingesetzt werden solche Lösungen überall dort, wo Messwerte aus dem Feld robust in Automations- oder Überwachungssysteme eingebunden werden müssen. Dazu gehören etwa Messstellen in Wasser- und Abwasseranlagen, Energieerzeugungs- und Verteilanlagen, Umweltmessungen, Prozessanlagen oder technische Infrastrukturen mit verteilten Sensoren. Besonders relevant ist die Signalkonditionierung bei langen Leitungswegen, störanfälligen Umgebungen oder bei Sensoren mit nicht standardisierten Ausgangssignalen.
Funktionen und Ausprägungen innerhalb der Signalkette
Je nach Messaufgabe stehen unterschiedliche Funktionen im Vordergrund. Dazu zählen Trennverstärker zur Potentialtrennung, Messumformer für die Anpassung auf übliche Ein- und Ausgangssignale, Grenzwertaufbereitung, Temperatur- und Prozesssignalverarbeitung sowie modulespezifische Lösungen für einzelne Sensortypen. Inhaltlich umfasst die Leistung nicht nur das eigentliche Verstärken, sondern die gesamte technische Konditionierung eines Signals zwischen Sensor und Auswerteeinheit.
Abgrenzung zu Steuerungen, Leitsystemen und Prozessvisualisierung
Messverstärker und Signalkonditionierung gehören innerhalb der Hierarchie zu den Komponenten der Signalaufbereitung und nicht zu den eigentlichen Steuerungs- oder Leitsystemen. Im Unterschied zu SPS-Steuerungen, Prozessleittechnik oder zentralen Steuerungsanlagen treffen sie keine übergeordnete Ablaufentscheidung, sondern stellen verwertbare Messsignale bereit. Gegenüber Prozessvisualisierung oder Protokolliergeräten liegt der Schwerpunkt nicht auf Darstellung oder Speicherung, sondern auf der technischen Anpassung des Signals vor der Anzeige, Regelung oder Archivierung.