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  1. Quendoz Glas AG
  2. Showcases
  3. Glaube & Glas

Glaube & Glas

Showcase
Bau & Infrastruktur
Kundenreferenz
Mit der Integration einer 18 Meter breiten und 8,5 Meter hohen Glaswand in einen Kirchensaal der Neuapostolischen Kirche in Zürich hat Quendoz Glas einmal mehr bewiesen, dass jahrhundertealtes Glashandwerk und innovative Ideen zu beeindruckenden Resultaten führen: 15 000 farbige Glasstreifen aus nicht weniger als 57 Tonnen Floatglas erfreuen heute Gemeinde und Besucher.
  • Glaswand
    Bild: Glaswand @Quendoz Glas
  • Glaswand
    Bild: Glaswand @Quendoz Glas

    Mit der Integration einer 18 Meter breiten und 8,5 Meter hohen Glaswand in einen Kirchensaal der Neuapostolischen Kirche in Zürich hat Quendoz Glas einmal mehr bewiesen, dass jahrhundertealtes Glashandwerk und innovative Ideen zu beeindruckenden Resultaten führen: 15 000 farbige Glasstreifen aus nicht weniger als 57 Tonnen Floatglas erfreuen heute Gemeinde und Besucher.

    Die Aufgabe
    Eine besondere Aufgabe für einen ganz besonderen Ort: Im neuen Gebäudekomplex der Neuapostolischen Kirche in Zürich entstand auch ein Kirchensaal – entworfen von den Architekten Guignard & Saner. Ein Kirchensaal, der durch eine grosszügige Glaswand mit natürlichem Licht beleuchtet werden sollte, das eine einladende und inspirierende Atmosphäre schafft. Eine reine Glaswand, so die Vermutung, wäre wohl zu kühl. Farbiges Glas vielleicht nicht transparent genug. Das waren die Überlegungen, die uns im Vorfeld beschäftigt haben. Zudem galt es, logistische Gesichtspunkte im Hinblick auf die Produktion und Montage einer Glaswand dieser Grössenordnung zu berücksichtigen. Auch die Budgetierung stellte in diesem Fall eine Herausforderung dar. Schliesslich gibt es nichts Neues, das ganz ohne Unwägbarkeiten auskommt, speziell wenn es um Materialverhalten und Statik geht.

    Die Lösung
    Ein kreativer Lösungsansatz in Kombination mit einem transparenten Kostenangebot, das mögliche Variablen wie eventuell notwendige Bauteilversuche offenlegt: Auf dieser Vertrauensbasis begann ein Projekt, das in puncto Einmaligkeit und konstruktiver Zusammenarbeit bis heute einen ganz besonderen Stellenwert geniesst. Dabei lag die gestalterische Lösung ganz nah: Als Vorbild für die gläserne Kirchenwand diente eine Glaskonstruktion, die Roger Quendoz persönlich als Trennwand für sein Büro entworfen hatte – eine Schichtbauweise, bestehend aus zahlreichen einzelnen Floatglasstreifen. Noch einige Jahre älter ist das von Quendoz Glas vorgeschlagene Verfahren zur Einfärbung der einzelnen Streifen: das sogenannte Silbergelb-Verfahren, eine Nanotechnik, die bereits im Mittelalter zur Gestaltung von Kirchenfenstern eingesetzt wurde und in der Neuapostolischen Kirche ihr Revival erleben sollte.

    Die Umsetzung
    Glaskunst in einer neuen Dimension: Für die Glaswand von 18 Metern Breite und 8,5 Metern Höhe wurden schlussendlich über 15 000 je 150 mm breite und 10 mm dicke Floatglasstreifen eingefärbt und in Schichtbauweise zu dieser mehrteiligen Wand zusammengesetzt. Ein warmer Farbeffekt konnte mit einer Kombination aus gelben und unbehandelten sowie rosafarben emaillierten Glasstreifen erzielt werden. Eine Reihe von Testläufen brachte hierbei Gewissheit über das Materialverhalten. Schliesslich sollte die Farbe auf der Glaskante wirken, einem Bereich das Glases, der weder mit dem Zinn des Floatbads, noch mit der Stickstoffatmosphäre des Floatofens in Kontakt war.

    Vor Produktionsbeginn galt es, sowohl den Brennvorgang als auch die Werkstattkapazität der neuen Grössenordnung anzupassen. Die Gewährleistung einer kontrollierten und langsamen Abkühlung genoss an dieser Stelle oberste Priorität, da eine zu schnelle Abkühlung die Gefahr von Rissen im Glas erhöht. Druckversuche am Institut für Baustatik an der ETH Zürich belegen anschliessend die Standsicherheit der gesamten Konstruktion. In Rücksprache mit Metallbauern liessen sich vor dem Aufbau mögliche Toleranzen klären, um zu verhindern, dass die Bewegungen der vertikalen Metallprofile die empfindlichen Glasstreifen beschädigen. In einer Pfosten-Riegelkonstruktion wurden die einzelnen Gläser lose aufeinandergeschichtet, um den Spiegelungseffekt nicht durch ein Verkleben aufzuheben. Das Ergebnis: die perfekte Symbiose aus Glaskunst und Handwerk, aus Tradition und Moderne.

    Glaube & Glas
    GLASKUNSTGLASWAND
    Dieser Showcase wurde am Donnerstag, 11. Juni 2026, von der Firma Quendoz Glas AG auf WAiSCH publiziert.
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    Quendoz Glas AG - WAiSCH

    Quendoz Glas AG

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