Was im Hochbau unter Erneuerbare Energien fällt
Die Leistung umfasst die Planung, Integration und Umsetzung gebäudebezogener Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Im Vordergrund stehen Systeme, die auf Dachflächen, an Fassaden oder über den Untergrund nutzbare Energie für Heizung, Warmwasser oder Strom bereitstellen. Entscheidend ist die Abstimmung mit Baukörper, Haustechnik und den örtlichen Voraussetzungen des Standorts.
Einsatz in Neubau, Umbau und Sanierung
Erneuerbare Energien werden in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Gewerbebauten und öffentlichen Gebäuden eingesetzt. Im Neubau lassen sich Flächen, Technikräume und Leitungsführungen früh in die Planung aufnehmen. In der Sanierung stehen häufig Fragen zur Nachrüstung, zur bestehenden Wärmeverteilung, zu verfügbaren Dachflächen oder zu den Bedingungen im Untergrund im Vordergrund.
Solarenergie und Geothermie als Teilbereiche
Zur Solarenergie zählen vor allem Anlagen, die Sonnenenergie auf dem Gebäude nutzen, etwa zur Stromerzeugung oder zur Unterstützung der Wärmebereitstellung. Erdwärme beziehungsweise Geothermie nutzt die im Untergrund vorhandene Wärme über geeignete Systeme für den Gebäudebetrieb. Welche Ausprägung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Gebäudeart, Energiebedarf, Grundstück, Ausrichtung und geologischen Gegebenheiten ab.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen im Hochbau
Erneuerbare Energien beziehen sich auf die Energiequelle und deren Erschliessung im Gebäudeprojekt. Im Unterschied zu Klima und Lüftung stehen hier nicht Luftführung oder raumklimatische Anlagen im Zentrum, sondern die Erzeugung von Wärme oder Strom. Gegenüber Sanitäranlagen liegt der Fokus nicht auf Wasserverteilung und sanitären Einrichtungen, und gegenüber Elektronik und Gebäudesystemtechnik nicht auf Steuerung, Verkabelung oder Gebäudeautomation. Ausbau und Bauhilfsmittel betreffen andere Bauphasen und Leistungsbilder.