Funktionsprinzip bei räumlichen Projektionsaufgaben
Ein 3-D Laser Projektionssystem überträgt digitale Geometriedaten in eine sichtbare Projektion auf das reale Objekt. Dabei werden definierte Konturen, Achsen, Bezugspunkte oder Bearbeitungszonen auf komplexe Oberflächen gelegt. Im Umfeld von Messen und Prüfen dient dies dazu, Sollzustände optisch mit dem vorhandenen Bauteil abzugleichen oder Prüfpunkte eindeutig zu kennzeichnen. Die Projektion ersetzt dabei nicht zwingend eine Messung, kann sie aber vorbereiten, unterstützen oder visuell absichern.
Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung
Eingesetzt werden solche Systeme unter anderem bei grossformatigen Kunststoffteilen, bei Werkzeugen und Formen sowie bei Bauteilen mit wechselnden Geometrien. Sie helfen, Schnittlinien, Bohrpositionen, Fügepunkte oder Prüfzonen direkt auf dem Werkstück anzuzeigen. Auch bei manuellen oder halbautomatischen Arbeitsabläufen lassen sich damit geometrische Vorgaben ohne gedruckte Lehren oder Schablonen auf die reale Bauteillage übertragen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Konturen häufig geändert werden oder mehrere Varianten verarbeitet werden.
Ausführungen und Integrationsformen
3-D Laser Projektionssysteme sind als stationäre Lösung für definierte Prüf- oder Arbeitsplätze oder als flexible Systeme für wechselnde Einsatzorte verfügbar. Je nach Aufgabe kommen Einzelprojektoren oder mehrere aufeinander abgestimmte Projektoren zum Einsatz, etwa bei grossen Bauteilen oder schwer einsehbaren Flächen. Relevant ist zudem die Einbindung in vorhandene Konstruktions- und Prüfdaten, damit Projektionen aus freigegebenen Geometrien oder Programmen erzeugt werden können. Je nach System reicht die Funktion von reiner visueller Projektion bis zu Lösungen mit ergänzender Lageerfassung oder Rückmeldung.
Abgrenzung innerhalb von Messen und Prüfen
Innerhalb der Leistung Messen und Prüfen unterscheiden sich 3-D Laser Projektionssysteme deutlich von klassischen Messgeräten. Im Gegensatz zu Waagen oder Ausfallwaagen erfassen sie keine Masse, und anders als Wasserdurchlauf-Messgeräte messen sie keine Medienströme. Gegenüber Prüfmaschinen steht nicht die mechanische Belastung eines Prüfkörpers im Vordergrund, sondern die räumliche Darstellung von Geometrie- und Positionsinformationen. Im Vergleich zum Partikelgrössen-Analysator geht es nicht um Materialcharakterisierung, sondern um die Übertragung digitaler Vorgaben auf reale Bauteile oder Prüfaufbauten.