Aufbau und werkstofftechnische Merkmale
FK-Teile kombinieren einen Kunststoff mit Fasern, die mechanische Lasten mittragen. Die Matrix bindet die Fasern, schützt sie und beeinflusst zusammen mit Faserart und Faseranteil das Verhalten gegenüber Temperatur, Medien und Belastung. Massgeblich sind auch Faserlänge und Faserausrichtung, da die Eigenschaften solcher Bauteile oft richtungsabhängig sind.
Typische Bauteile und Einsatzkontexte
Gefertigt werden unter anderem Gehäuse, Abdeckungen, Träger, Schalen, Platten, Profile oder technisch belastete Formteile. FK-Teile kommen in Frage, wenn ein Bauteil mehr Steifigkeit oder Festigkeit als ein unverstärkter Kunststoff bieten soll oder wenn Gewicht, Korrosionsverhalten, elektrische Isolation oder Formfreiheit berücksichtigt werden müssen. Entsprechend finden sie sich in technischen Anwendungen vom Maschinen- und Apparatebau bis zu Fahrzeug-, Infrastruktur- und Spezialbauteilen.
Werkstoff- und Fertigungsvarianten
Unter FK-Teilen fallen Bauteile mit unterschiedlichen Faserarten und Matrixsystemen. Verwendet werden je nach Anforderung unter anderem Glasfasern, Kohlenstofffasern oder andere technische Fasern sowie duroplastische oder thermoplastische Kunststoffe. Je nach Geometrie, Stückzahl und Beanspruchung entstehen daraus etwa laminierte Bauteile, gepresste Teile, gewickelte Komponenten, pultrudierte Profile oder formgebend hergestellte Teile mit Kurz- oder Langfaserverstärkung.
Abgrenzung innerhalb der Kunststoffteile
Innerhalb der Kategorie 'Weitere Kunststoffteile' ist FK-Teile ein Sammelbegriff für Kunststoffbauteile mit Faserverstärkung. GFK-Formteile sind eine enger gefasste Untergruppe mit Glasfasern, Karbon-Teile beziehen sich spezifisch auf Kohlenstofffasern. Im Unterschied zu Spritzgussteilen, Tiefziehteilen oder Extrudier-Erzeugnissen beschreibt FK-Teile primär den Werkstoffaufbau und nicht nur das Herstellverfahren; Verbundteile (Kunststoff/Metall) schliessen zusätzlich einen metallischen Partnerwerkstoff ein.