Wie technische Blasteile hergestellt werden
Beim Blasformen wird ein erwärmter Kunststoffschlauch oder eine Vorform in ein Werkzeug eingebracht und durch Innendruck an die Werkzeugwand angelegt. So entstehen geschlossene oder teilgeschlossene Hohlräume mit vergleichsweise geringem Gewicht. Typisch sind Bauteile mit Volumen, Kanälen oder körperhaften Geometrien, die sich mit anderen Verfahren nur mit höherem Materialeinsatz oder zusätzlicher Fügetechnik herstellen lassen.
Typische technische Anwendungen
Technische Blasteile werden dort eingesetzt, wo Hohlräume konstruktiv genutzt werden, etwa für Luft- oder Medienführung, für technische Behälter, Schutzkörper oder voluminöse Funktionsteile. Sie finden sich in Geräten, Maschinen, Fahrzeugkomponenten oder industriellen Anlagen. Entscheidend ist dabei weniger die äussere Form als die Verbindung von geringem Gewicht, definierter Geometrie und funktionalen Schnittstellen.
Ausführungen und konstruktive Anforderungen
Je nach Bauteil unterscheiden sich technische Blasteile in Grösse, Wandaufbau, Anschlussbereichen und Nachbearbeitung. Relevant sind unter anderem Wandstärkenverteilung, Dichtheit, Masshaltigkeit an Funktionsflächen sowie die Ausführung von Öffnungen, Stutzen oder Montagezonen. Nach dem Formen können Entgraten, Stanzen, Beschneiden, Prüfen oder das Ergänzen weiterer Komponenten erforderlich sein.
Abgrenzung zu verwandten Kunststoffteilen
Innerhalb der Kategorie Weitere Kunststoffteile sind technische Blasteile von Spritzgussteilen, Extrudier-Erzeugnissen und einfachen Hohlkörpern zu unterscheiden. Spritzgussteile eignen sich vor allem für kompakte massive Geometrien oder präzise Detailstrukturen, während Blasteile für hohle, leichte Körper ausgelegt sind. Extrudier-Erzeugnisse entstehen kontinuierlich mit konstantem Querschnitt und nicht als räumlich im Werkzeug geformtes Hohlbauteil. Gegenüber Hohlkörpern, geblasen beschreibt Technische Blasteile stärker den funktionsbezogenen Einsatz als Industriebauteil mit definierten technischen Anforderungen.