Was Heissprägeartikel auszeichnet
Bei Heissprägeartikeln wird die Oberfläche eines Kunststoffteils gezielt verändert. Je nach Ausführung entsteht eine sichtbare Prägung, eine metallische oder farbige Folienapplikation oder eine Kombination aus Struktur und Motiv. Das Ergebnis ist eine definierte Oberflächenkennzeichnung, die sich für Serienartikel ebenso eignet wie für beschriftete Einzelteile.
Einsatzfelder auf Kunststoffoberflächen
Heissprägung wird auf Kunststoffartikeln eingesetzt, wenn Informationen oder Gestaltungselemente direkt auf dem Bauteil erscheinen sollen. Typische Anwendungen sind Produktkennzeichnungen, Typenbezeichnungen, Skalen, Zierelemente, Markenauftritte oder dekorative Flächen auf Gehäusen, Bedienteilen, Verpackungskomponenten und Konsumgütern. Relevant ist das Verfahren vor allem dort, wo eine saubere Kontur und eine klare optische Absetzung auf der Oberfläche verlangt werden.
Ausführungen nach Motiv, Folie und Bauteilform
Heissprägeartikel unterscheiden sich nach dem übertragenen Motiv, der eingesetzten Folie und der Geometrie des Trägerteils. Möglich sind einfache Schriftzüge, mehrteilige Kennzeichnungen oder dekorative Elemente in unterschiedlichen Farben und Glanzgraden. Auch die Form des Kunststoffteils beeinflusst die Ausführung, da flache, leicht gewölbte oder strukturierte Oberflächen unterschiedliche Anforderungen an Werkzeug, Positionierung und Prägebild stellen.
Abgrenzung innerhalb der Kunststoffteile
Innerhalb der Hierarchie gehören Heissprägeartikel zu den weiteren Kunststoffteilen, weil die Einordnung über die Oberflächenbearbeitung erfolgt. Im Unterschied zu Spritzgussteilen, Tiefziehteilen oder Frästeilen beschreibt Heissprägung nicht primär das Herstellverfahren des Grundteils, sondern einen nachgelagerten Bearbeitungsschritt. Ein Heissprägeartikel kann daher auf einem bereits geformten Kunststoffteil basieren, das zusätzlich geprägt oder mit Folie veredelt wurde.