Was unter CAP-Formmassen, Schmelzmassen und Tauchmassen verstanden wird
Bei CAP handelt es sich um ein cellulosbasiertes Polymer, das je nach späterem Verfahren in unterschiedlichen Massen aufbereitet wird. Formmassen sind für die Herstellung geformter Teile vorgesehen, Schmelzmassen für thermische Verarbeitungsprozesse und Tauchmassen für das Beschichten oder Umhüllen durch Eintauchen. Die Bezeichnungen beziehen sich damit weniger auf die chemische Grundsubstanz als auf die Aufbereitung für einen bestimmten Verarbeitungsschritt.
Typische Verarbeitungskontexte von CAP-Massen
Formmassen werden eingesetzt, wenn aus CAP direkt Bauteile oder funktionale Formkörper hergestellt werden sollen. Schmelzmassen kommen dort infrage, wo das Material im aufgeschmolzenen Zustand verarbeitet und in eine neue Geometrie überführt wird. Tauchmassen dienen der Ausbildung von Überzügen, Hüllen oder Schichten auf einem Träger oder Werkzeug. Welche Variante geeignet ist, hängt vom gewünschten Herstellverfahren, der Bauteilgeometrie und den Anforderungen an Oberfläche und Materialverhalten ab.
Materialausprägungen und aufbereitungstechnische Unterschiede
CAP-Massen können je nach Anforderung in ihrer Rezeptur und Verarbeitbarkeit angepasst sein. Dazu gehören etwa Unterschiede bei Fliessverhalten, Härte, Transparenz, Farbgebung oder der Eignung für bestimmte Verarbeitungstemperaturen. Auch der Zusatz von Hilfsstoffen oder weiteren Bestandteilen kann eine Rolle spielen, sofern die Mischung für das vorgesehene Verfahren ausgelegt ist. Die konkrete Ausprägung richtet sich nach der späteren Verarbeitung und dem Zielprodukt.
Abgrenzung zu Halbzeug und Einordnung in die CAP-Hierarchie
Innerhalb der Hierarchie unter Celluloseacetopropionat (CAP) steht diese Kategorie für verarbeitungsfähige Massen und nicht für bereits vorgeformte Produkte. Damit unterscheidet sie sich von der Geschwisterleistung Halbzeug, bei der das Material schon als Platte, Folie, Stab oder in einer vergleichbaren Zwischenform vorliegt. Formmassen, Schmelzmassen und Tauchmassen gehören auf der Rohstoffseite zur anwendungsbezogenen Materialaufbereitung von CAP und bilden die Grundlage für nachgelagerte Herstellprozesse.