Was Kitte im Bereich ungesättigter Polyesterharze auszeichnet
UP-Kitte bestehen aus ungesättigten Polyesterharzen in pastöser Einstellung, meist ergänzt durch Füllstoffe und weitere verarbeitungstechnische Zusätze. Die Formulierung ist darauf ausgelegt, auf senkrechten oder unregelmässigen Flächen nicht abzulaufen und Fehlstellen gezielt aufzubauen. Nach der Aushärtung entsteht eine feste, bearbeitbare Schicht, die geschliffen, geglättet oder für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet werden kann.
Typische Anwendungen für Füll- und Spachtelarbeiten
Eingesetzt werden Kitte überall dort, wo Oberflächen korrigiert oder lokal instand gesetzt werden müssen. Dazu gehören das Schliessen von Poren, das Egalisieren von Übergängen, das Ausgleichen kleiner Vertiefungen sowie Reparaturstellen an Bauteilen aus geeigneten duroplastischen oder verstärkten Kunststoffsystemen. Auch im Formenbau, bei Verkleidungsteilen oder bei der Nachbearbeitung von Laminaten kommen solche pastösen UP-Systeme zum Einsatz.
Verarbeitungsformen und relevante Unterschiede
Kitte werden je nach Anwendung als Feinspachtel, Füllspachtel oder für spezifische Untergründe formuliert. Unterschiede ergeben sich unter anderem bei Viskosität, Schleifbarkeit, Schichtdicke, Oberflächenqualität und Haftung auf dem vorgesehenen Material. In der Praxis ist zudem relevant, ob das Material für grobes Vorfüllen oder für die feinere Endbearbeitung vorgesehen ist und wie stark Schrumpfung, Standfestigkeit und Bearbeitungszeit die Verarbeitung beeinflussen.
Abgrenzung zu anderen UP-Harzprodukten
Kitte sind innerhalb der UP-Produktfamilie klar von Giessharzen und Laminierharzen zu trennen, da sie nicht für flächige Tränkung oder für fliessfähige Vergussanwendungen ausgelegt sind. Gegenüber Modellharzen steht nicht die Herstellung formstabiler Modelle oder Werkzeuge im Vordergrund, sondern die lokale Oberflächenkorrektur. Auch zu SMC, formlosen Pressmassen sowie Tränk- und Träufelharzen besteht ein deutlicher Unterschied: Diese Produkte sind für industrielle Formgebungs- oder Imprägnierprozesse konzipiert, nicht für pastöse Spachtel- und Ausgleichsarbeiten.