Eigenschaften von Gummiplatten
Gummiplatten bestehen aus elastomeren Werkstoffen und werden als Bahnen, Rollenware oder Zuschnitte verarbeitet. Typisch sind flexible, abdichtende und schwingungsdämpfende Eigenschaften, wobei das genaue Verhalten von der Mischung, den Füllstoffen und der Vulkanisation abhängt. Wichtige Auswahlkriterien sind Härte, Rückstellverhalten, Abrieb, Medienbeständigkeit und verfügbare Dicke.
Anwendungen als Flächen-, Schutz- und Dichtungsmaterial
Gummiplatten werden als Dichtungszuschnitte, Unterlagen, Auflagen, Schutzlagen oder Auskleidungen verwendet. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Flächen belastet, Stösse abgefangen, Schwingungen reduziert oder Kontaktflächen gegen Feuchtigkeit und Verschleiss abgegrenzt werden sollen. Bei grösseren Flächen sind neben der Materialmischung auch Dicke, Oberflächenprofil und Befestigungsart zu berücksichtigen.
Elastomerarten und Ausführungen
Je nach Anforderung werden unterschiedliche Elastomerarten eingesetzt, etwa Naturgummi, SBR, EPDM, NBR oder Silikongummi. Diese Werkstoffe unterscheiden sich unter anderem bei Witterungs-, Öl-, Temperatur- und Alterungsbeständigkeit. Gummiplatten sind zudem als Vollmaterial, mit glatter oder profilierter Oberfläche sowie mit Gewebeeinlage erhältlich.
Abgrenzung innerhalb der Kategorie Platten aus:
Innerhalb der Hierarchie "Platten aus:" steht Gummi für elastische und anpassungsfähige Plattenwerkstoffe. Duroplasten und Thermoplasten sind dagegen auf steifere, formstabile Anwendungen ausgerichtet, während Schaumstoff vor allem bei geringer Dichte und Polsterwirkung eingesetzt wird. Kohlefasern gehören in einen anderen Werkstoffkontext, da sie primär als Verstärkung in Verbundmaterialien verwendet werden und nicht die typische Funktion einer Gummiplatte erfüllen.