Was Rapsschrot als Eiweisskonzentrat ausmacht
Rapsschrot entsteht bei der Verarbeitung von Rapssaat nach dem Entzug des Oels. In der Fütterung wird es der Gruppe der Eiweisskonzentrate zugeordnet, weil es gezielt zur Versorgung mit Protein eingesetzt wird. Je nach Verarbeitung unterscheiden sich Struktur, Restoelgehalt und deklariertes Nährstoffprofil. Für die praktische Anwendung sind deshalb immer die Angaben des jeweiligen Futtermittels massgebend.
Einsatz in der Rindviehfütterung
Rapsschrot wird in Rationen für Milchkühe, Aufzuchttiere oder Masttiere verwendet, wenn neben Grundfutter und energieliefernden Komponenten zusätzliches Eiweiss benötigt wird. Es kann in Mischrationen, Kraftfuttermischungen oder als Bestandteil betriebsspezifischer Fütterungskonzepte eingesetzt werden. Entscheidend ist die Abstimmung auf Leistung, Grundfutterqualität und den gesamten Protein- und Energiebedarf der Tiere.
Unterschiede nach Verarbeitung und Deklaration
Nicht jedes Rapsschrot ist gleich zusammengesetzt. Unterschiede ergeben sich unter anderem aus dem Herstellverfahren, dem verbleibenden Oelanteil, der Struktur des Futters und der ausgewiesenen Gehaltswerte. In der Praxis werden deshalb Deklaration, Herkunft, Partiebeständigkeit und Eignung für die vorhandene Fütterungstechnik geprüft. Auch Lagerfähigkeit und Rieselfähigkeit können je nach Produkt relevant sein.
Abgrenzung zu Sojaschrot und Einordnung in die Hierarchie
Innerhalb der Hierarchie gehört Rapsschrot zur Leistung Eiweisskonzentrat und bezeichnet eine konkrete Rohstoffgruppe auf Rapsbasis. Im Unterschied zu Sojaschrot stammt es nicht aus Sojabohnen und weist je nach Produkt ein anderes Nährstoff- und Strukturbild auf. Rapsschrot ist damit keine allgemeine Bezeichnung für Proteinträger, sondern eine spezifische Ausprägung innerhalb der Futtermittel für die Rindviehfütterung.