Welche Elemente als Verpackungszubehör gelten
Unter Verpackungszubehör fallen Komponenten, die eine Verpackung funktional ergänzen oder den maschinellen Verpackungsprozess ermöglichen. Dazu gehören etwa Deckel, Korken, Verschlüsse, Klebebänder, Selbstklebebänder, Klebstoffe, Etiketten, Siegelmarken, Thermotransferbänder, Umreifungsbänder und verschiedene Folien. Je nach Verpackungsart kommen auch Ausgiesser, Flaschenhalsfolien, Trockenmittelbeutel oder Aromaschutz-Einwegventile hinzu. Im Unterschied zu der eigentlichen Packmaschine sind dies keine Hauptaggregate, sondern die Teile und Materialien, die auf die Verpackung oder in den Prozess eingebracht werden.
Typische Anwendungen in der Lebensmittelverpackung
Verpackungszubehör wird dort eingesetzt, wo Verpackungen verschlossen, gekennzeichnet, geschützt oder für Transport und Verkauf vorbereitet werden. Deckel und Verschlüsse schliessen Behälter, Etiketten und Thermotransferbänder dienen der Kennzeichnung, Folien und Flaschenhalsfolien übernehmen Schutz- oder Originalitätsfunktionen. Trockenmittelbeutel und Aromaschutz-Einwegventile werden bei empfindlichen Produkten verwendet, bei denen Feuchte oder Gasaustausch relevant sind. Umreifungsbänder und Stretchfolien betreffen eher die Sicherung von Gebinden oder Transporteinheiten am Ende der Linie.
Varianten nach Funktion und Verpackungsprozess
Ein Teil des Zubehörs ist direkt produktnah und bleibt als Bestandteil an der Verpackung, etwa Deckel, Korken, Verschlüsse, Ausgiesser oder Etiketten. Andere Materialien werden von der Maschine verarbeitet und während des Packvorgangs verbraucht, zum Beispiel Klebstoffe, Klebebänder, Thermotransferbänder oder Frischhalte- und Stretchfolien. Daneben gibt es ergänzende Systeme wie Ionisationssysteme, die statische Aufladung in bestimmten Verpackungsprozessen reduzieren können. Welche Ausprägung geeignet ist, hängt unter anderem von Format, Materialverträglichkeit, Taktung und der Art der Verpackungseinheit ab.
Abgrenzung zu Packhilfsmitteln und Verpackungsmaschinen
In dieser Hierarchie ist Verpackungszubehör dem Bereich Packmaschinen zugeordnet, weil es unmittelbar in maschinelle Verpackungsabläufe eingebunden ist oder von diesen verarbeitet wird. Es unterscheidet sich von Verschliessmaschinen, die den Verschliessvorgang technisch ausführen, während das Zubehör die dafür benötigten Deckel, Verschlüsse, Bänder oder Siegel bereitstellt. Gegenüber Auspackmaschinen, Einpackmaschinen und Sammelpackmaschinen bezeichnet Verpackungszubehör keine Maschinenkategorie, sondern die zugehörigen Verbrauchs- und Funktionsteile. Von Packhilfsmitteln lässt es sich dadurch abgrenzen, dass Verpackungszubehör typischerweise direkt an der Verpackung anliegt, in die Maschine eingegeben wird oder als definierter Prozessbestandteil mitläuft.