Wie Ematalieren bei Aluminium funktioniert
Beim Ematalieren wird die Aluminiumoberfläche in einem elektrochemischen Prozess in eine technische Oxidschicht umgewandelt. Diese Schicht ist fest mit dem Grundwerkstoff verbunden und verändert die Oberfläche funktional, ohne dass ein zusätzlicher metallischer Überzug aufgebracht wird. Entscheidend für das Ergebnis sind unter anderem Legierung, Bauteilgeometrie, Vorbehandlung und die geforderte Schichteigenschaft.
Typische Anforderungen und Einsatzbereiche
Ematalierte Aluminiumteile werden dort eingesetzt, wo Oberflächen mechanisch beansprucht werden oder definierte technische Eigenschaften gefordert sind. Dazu gehören beispielsweise Bauteile im Maschinenbau, in Gerätegehäusen, bei Führungs- und Gleitelementen oder in technischen Komponenten mit isolierenden Anforderungen. Das Verfahren eignet sich besonders für funktionale Teile, bei denen die Oberfläche mehr leisten muss als reine Optik.
Einfluss von Werkstoff, Geometrie und Schichtanforderung
Nicht jede Aluminiumlegierung reagiert identisch auf das Verfahren. Legierungsbestandteile, Bearbeitungszustand und Oberflächenqualität beeinflussen das Schichtbild und das optische Ergebnis. Auch Kanten, Bohrungen, Gewinde und enge Toleranzen müssen früh berücksichtigt werden, weil die erzeugte Oxidschicht das Bauteilverhalten in Passungen und Funktionsflächen mitbestimmt.
Abgrenzung zu Eloxieren, Hartanodisieren und Chromatieren
Ematalieren gehört innerhalb der Aluminium-Oberflächenbehandlungen zu den elektrochemischen Oxidationsverfahren. Gegenüber dem allgemeinen Anodisieren beziehungsweise Eloxieren steht meist die funktionale Schichteigenschaft stärker im Vordergrund. Vom Hartanodisieren unterscheidet sich Ematalieren je nach Ausführung in Prozessführung und Zielprofil der Oberfläche. Chromatieren erzeugt dagegen eine deutlich andere Konversionsschicht, die vor allem als Haft- oder Korrosionsschutzbehandlung eingesetzt wird. Galvanisieren ist davon klar zu trennen, weil dort ein metallischer Überzug abgeschieden wird.