Was unter Briden, Klemmen und Schellen fällt
Die Gruppe umfasst Befestigungs- und Verbindungselemente, die ein Bauteil nicht über ein Gewinde im Werkstück, sondern über eine umschliessende oder klemmende Geometrie sichern. Briden sind meist bügel- oder U-förmige Elemente zur Befestigung von Rohren, Masten oder Profilen. Klemmen erzeugen Haltekraft durch Anpressung oder Verspannung zwischen zwei Teilen. Schellen sind ring-, band- oder halbkreisförmige Bauteile, mit denen Leitungen, Schläuche oder Kabel gehalten und fixiert werden.
Typische Anwendungen in Maschinenbau und Metallkonstruktionen
Eingesetzt werden diese Elemente unter anderem bei Rohrhalterungen, Schlauchbefestigungen, Kabel- und Leitungsführung, Abspannungen, Aggregatebefestigungen oder bei der Montage an Trägern und Profilen. In Maschinen dienen sie zur geordneten Führung und Sicherung von Medienleitungen sowie zur Fixierung von Bauteilen, die zugänglich und bei Bedarf lösbar bleiben sollen. In Metallkonstruktionen werden sie verwendet, wenn runde oder längliche Elemente ohne aufwendige Bearbeitung an einer Struktur befestigt werden.
Bauformen, Werkstoffe und Auswahlkriterien
Die Ausführung richtet sich nach Geometrie, Belastung, Umgebungsbedingungen und Montageart. Üblich sind starre oder gummierte Rohrschellen, Schlauchschellen, Bügelbriden, Halteklammern sowie Ausführungen mit Schraub-, Spann- oder Steckfunktion. Bei der Auswahl sind unter anderem Durchmesserbereich, zulässige Klemmkraft, Schwingungsbeanspruchung, Korrosionsumgebung, Temperaturbereich und die Verträglichkeit mit dem befestigten Bauteil zu prüfen. Werkstoffe und Oberflächen werden entsprechend der mechanischen und chemischen Beanspruchung gewählt.
Abgrenzung zu anderen Elementen der Verbindungstechnik
Briden, Klemmen und Schellen unterscheiden sich von Muttern und Schrauben dadurch, dass sie Bauteile meist umgreifen oder anpressen, statt zwei Teile über eine klassische Schraubverbindung direkt miteinander zu verschrauben. Gegenüber Fittings, Verschraubungen und Rohrverbindungselementen liegt der Schwerpunkt nicht auf einer medienführenden Verbindung, sondern auf mechanischer Halterung oder Sicherung. Auch von Schnellverschlüssen und Spannverschlüssen grenzen sie sich ab: Dort steht das wiederholte Öffnen und Schliessen von Abdeckungen oder Gehäusen im Vordergrund, hier die dauerhafte Fixierung von Komponenten.