Was unter Filter, Filterpapier und Filtervlies fällt
Der Leistungsbereich umfasst Bauteile und Medien, die Stoffströme reinigen oder bestimmte Partikelgrössen zurückhalten. Dazu gehören unter anderem Filtereinsätze, Filterlagen, Zuschnitte, Rollenware und austauschbare Medien für technische Anlagen. Filterpapier wird häufig dort verwendet, wo eine definierte und gleichmässige Filtration gefragt ist, während Filtervlies je nach Aufbau gröbere oder feinere Abscheidungen ermöglicht. Entscheidend ist nicht nur das Medium selbst, sondern auch seine Einbindung in das jeweilige Filtersystem.
Typische Anwendungen in Luft-, Wasser- und Prozesssystemen
In der Hierarchie Luft, Wärme und Wasser betrifft diese Leistung vor allem Anwendungen in Luftführungen, Kühl- und Umlaufsystemen, Wasseraufbereitung sowie in maschinennahen Prozesskreisläufen. Filtermedien werden eingesetzt, um Maschinen vor Verschmutzung zu schützen, Prozessqualität zu stabilisieren oder nachgelagerte Komponenten zu entlasten. Je nach Einsatzfall geht es um Staub, Aerosole, Fasern, Schwebstoffe oder Feststoffanteile in Flüssigkeiten. Auch bei der Filtration von Emulsionen, Kühlmedien oder technischen Wässern kommen passende Filtermedien zum Einsatz.
Materialien, Aufbauformen und Austauschmedien
Filterpapier und Filtervlies unterscheiden sich in Faserstruktur, Festigkeit, Durchlässigkeit und Aufnahmekapazität. Je nach Anwendung werden sie mehrlagig aufgebaut, imprägniert, plissiert oder als flache Medien eingesetzt. Im industriellen Bereich sind sowohl Einwegmedien als auch austauschbare Medien innerhalb eines dauerhaften Filtergehäuses üblich. Die Auswahl richtet sich nach Medium, Partikelbelastung, gewünschtem Abscheidegrad, Temperaturbereich und dem vorgesehenen Wechselintervall.
Abgrenzung zu Pumpen, Ventilatoren und Wärmekomponenten
Filter und Filtermedien gehören in derselben Sachgruppe wie Pumpen, Ventilatoren oder Wärmetauscher, erfüllen aber eine andere Funktion. Während Pumpen und Ventilatoren Medien fördern und Wärmetauscher oder Ölkühler thermische Prozesse beeinflussen, trennen Filter unerwünschte Bestandteile aus einem Medium ab. Auch gegenüber Kondensatoren und Industriebeheizungen liegt der Schwerpunkt nicht auf Energieübertragung, sondern auf Stoffabscheidung. Innerhalb der Maschinenbauteile sind Filter damit keine Antriebs- oder Temperaturkomponenten, sondern funktionale Reinigungs- und Schutzbauteile.