Funktion von Kühlschmiermitteln in der Bearbeitung
Innerhalb der Kategorie Kühlmittel und Schmiermittel bezeichnet Kühlschmiermittel Medien, die im Prozess gleichzeitig Kühl- und Schmieraufgaben übernehmen. Sie werden direkt an der Wirkstelle zwischen Werkzeug und Werkstück eingesetzt, um Wärme abzuführen und die mechanische Belastung zu beeinflussen. Je nach Anwendung unterstützen sie zudem das Spülen der Bearbeitungszone und die Sauberkeit des Prozesses.
Einsatz bei Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen
Kühlschmiermittel kommen an Werkzeugmaschinen in unterschiedlichen Verfahren zum Einsatz, etwa beim Drehen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden oder Schleifen. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Schnittgeschwindigkeit, Werkstoff, Werkzeuggeometrie und gewünschter Oberflächenqualität. Auch bei Serienfertigung, automatisierten Anlagen oder Bearbeitungszentren werden Kühlschmiermittel an den jeweiligen Prozess angepasst.
Wassermischbare und nicht wassermischbare Systeme
Übliche Ausprägungen sind wassermischbare Kühlschmiermittel und nicht wassermischbare Produkte auf Ölbasis. Wassermischbare Systeme werden vor dem Einsatz mit Wasser angesetzt und häufig dort verwendet, wo eine ausgeprägte Kühlwirkung gefragt ist. Nicht wassermischbare Varianten werden für bestimmte Bearbeitungen gewählt, bei denen die Schmierwirkung im Vordergrund steht. Welche Form geeignet ist, hängt von Verfahren, Material, Maschine und internen Vorgaben zum Betrieb ab.
Abgrenzung zu Maschinenölen, Schneidölen und Kühlvorrichtungen
Kühlschmiermittel sind von anderen Produkten derselben Hierarchiestufe klar zu trennen. Maschinenöle dienen primär der Schmierung von Maschinenelementen und nicht dem eigentlichen Zerspanungsprozess. Schneidöle und Schleiföle sind enger auf bestimmte Bearbeitungsverfahren ausgelegt, während Kühlschmiermittel als übergeordnete Bezeichnung für prozessnahe Kühl- und Schmiermedien verwendet werden. Kühlvorrichtungen wiederum sind technische Einrichtungen zur Zuführung oder Temperierung, nicht das Medium selbst.