Was unter Schmiermitteln in dieser Kategorie verstanden wird
Schmiermittel sind Medien oder Stoffe, die zwischen zwei sich relativ bewegenden Flächen einen trennenden oder reibungsmindernden Film bilden. Je nach Anwendung steht dabei die Schmierung, der Verschleissschutz, die Korrosionsminderung oder die Unterstützung bei der Montage im Vordergrund. Im industriellen Umfeld kommen flüssige, pastöse oder fettartige Produkte zum Einsatz. Welche Form geeignet ist, hängt von Belastung, Bewegung, Temperatur, Werkstoffpaarung und Nachschmierintervallen ab.
Typische Einsatzbereiche in Werkstatt und Maschinenumfeld
Allgemeine Schmiermittel werden an Maschinenelementen verwendet, die keine ausgeprägte Kühlfunktion des Mediums benötigen. Dazu zählen etwa Lager, Scharniere, Gleitbahnen, Spindeln, Ketten, Seilzüge, Kupplungen oder verstellbare Vorrichtungen. Auch bei Montagearbeiten werden Schmierstoffe eingesetzt, um Passungen, Gewinde oder bewegliche Verbindungen kontrolliert zu fügen. Im Bereich Werkseinrichtungen betrifft dies zudem Tore, Hubmechaniken, Schubladensysteme oder Führungen an Betriebsmitteln.
Formen und Auswahl nach Anwendung
Schmiermittel liegen unter anderem als Öl, Fett, Paste oder als trockener Schmierstoff vor. Öle eignen sich für Anwendungen mit guter Verteilbarkeit und einfacher Nachschmierung, während Fette dort eingesetzt werden, wo der Schmierstoff an Ort und Stelle bleiben soll. Pasten kommen häufig bei Montage, hohen Flächenpressungen oder als Trenn- und Schutzmedium zum Einsatz. Für die Auswahl relevant sind unter anderem Viskosität, Haftvermögen, Druckaufnahme, Wasserbeständigkeit, Verträglichkeit mit Dichtungen und Kunststoffen sowie die Bedingungen der Nachschmierung.
Abgrenzung zu Kühlschmiermitteln und spezialisierten Ölen
Schmiermittel im allgemeinen Sinn sind von Kühlschmiermitteln zu unterscheiden, die zusätzlich Wärme aus dem Bearbeitungsprozess abführen und typischerweise direkt bei spanenden Verfahren eingesetzt werden. Ebenfalls abzugrenzen sind anwendungsspezifische Produkte wie Schneidöle, Schleiföle oder Stanzöle, die auf bestimmte Fertigungsverfahren ausgelegt sind. Maschinenöle bilden innerhalb der Schmierstoffe eine eigene Gruppe für definierte Maschinenteile und Schmierstellen. Diese Seite fasst daher Schmiermittel zusammen, die nicht primär als Bearbeitungsmedium oder eng abgegrenztes Spezialöl eingeordnet werden.