Funktion von Werkzeugbürsten im Maschinenumfeld
Werkzeugbürsten arbeiten mit Borsten, Draht oder abrasivem Filament und wirken direkt auf Werkstück, Werkzeug oder Maschinenbereich ein. Typische Aufgaben sind das Entfernen von Graten, das Reinigen von Oberflächen, das Lösen von Rückständen oder das Erzeugen definierter Oberflächenstrukturen. Im Unterschied zu reinen Hilfsmitteln für Transport oder Positionierung greifen Werkzeugbürsten unmittelbar in den Bearbeitungs- oder Reinigungsprozess ein.
Typische Anwendungen in der Metallbearbeitung
Im Metallbereich werden Werkzeugbürsten unter anderem nach Fräs-, Dreh-, Bohr- oder Schleifprozessen verwendet. Sie dienen zum Entgraten von Kanten, zum Reinigen von Bohrungen, zum Entfernen von Spänen und Anhaftungen oder zur Nachbearbeitung von Oberflächen. Je nach Maschine und Arbeitsgang können sie manuell gewechselt oder als Bestandteil automatisierter Abläufe eingesetzt werden.
Bauformen und Besatzmaterialien
Gebräuchliche Ausführungen sind beispielsweise Rundbürsten, Scheibenbürsten, Topfbürsten, Walzenbürsten oder Innenbürsten. Die Wahl der Form richtet sich nach Geometrie, Zugänglichkeit und Bewegungsart an der Maschine. Beim Besatz kommen etwa Stahldraht, Edelstahldraht, Kunstfasern oder mit Schleifkorn versetzte Filamente in Frage, abhängig von Werkstoff, gewünschter Bearbeitung und Oberflächenanforderung.
Abgrenzung zu anderem Werkzeugmaschinenzubehör
Werkzeugbürsten gehören zum Werkzeugmaschinenzubehör, weil sie Bearbeitungs- und Reinigungsaufgaben direkt an Werkstücken oder im Maschinenprozess unterstützen. Sie unterscheiden sich von Späneförderern, die Material abführen, von Anschlägen oder Niederhaltern zur Werkstückführung sowie von Microspray-Anlagen zur Medienzufuhr. Im Vergleich zu diesen Zubehörarten sind Werkzeugbürsten auf mechanische Oberflächenbearbeitung, Reinigung oder Entgratung ausgelegt.