Wie Bohrzangen Werkzeuge aufnehmen
Eine Bohrzange klemmt den Werkzeugschaft in einer dafür vorgesehenen Aufnahme. Ziel ist eine sichere, wiederholbare Spannung, damit das Werkzeug unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen geführt werden kann. Je nach System erfolgt die Klemmung über eine passende Gegenaufnahme oder als Teil eines kompletten Spannsatzes.
Einsatz in Bohr- und Senkprozessen
Bohrzangen kommen überall dort zum Einsatz, wo Bohrer oder ähnliche Werkzeuge in Maschinen, Bohrstationen oder Bearbeitungseinheiten gehalten werden müssen. Sie werden bei Einzelbearbeitungen ebenso verwendet wie in wiederkehrenden Fertigungsabläufen mit festen Werkzeugdurchmessern. Relevant sind sie insbesondere dann, wenn Werkzeugwechsel, Rundlaufanforderungen oder eine definierte Wiederholgenauigkeit beachtet werden müssen.
Ausführungen nach Spannbereich und Aufnahmesystem
Bohrzangen unterscheiden sich vor allem nach dem aufnehmbaren Schaftdurchmesser, der Bauform und der Kompatibilität zum jeweiligen Spannsystem. Es gibt Ausführungen für einzelne Durchmesser sowie Varianten mit begrenztem Spannbereich. In der Praxis wird die Bohrzange immer im Zusammenhang mit Maschine, Aufnahme und eingesetztem Werkzeug ausgewählt.
Abgrenzung zu Bohrern, Schneidfuttern und Fräsen
Innerhalb der Hierarchie Bohren und Senken gehören Bohrzangen zum Werkzeugzubehör und nicht zu den eigentlichen Bearbeitungswerkzeugen. Im Unterschied zu Bohrern oder Fräsen schneiden sie kein Material, sondern halten das Werkzeug. Gegenüber Schneidfuttern, die für Gewindewerkzeuge und deren spezifische Bewegungs- oder Ausgleichsfunktionen ausgelegt sein können, sind Bohrzangen auf die Werkzeugspannung selbst fokussiert.