Bohrer in der Metallbearbeitung
Ein Bohrer trägt Material spanend ab und erzeugt eine definierte Bohrung. Entscheidend sind Geometrie, Schneidstoff, Spitzenform und die Eignung für den jeweiligen Werkstoff. Je nach Anwendung stehen Bohrer für allgemeine Metallbearbeitung, für präzisere Bohrbilder oder für die Vorbereitung weiterer Bearbeitungsschritte zur Verfügung.
Typische Anwendungen von Bohrern
Bohrer kommen an Bohrmaschinen, Bearbeitungszentren, Drehmaschinen und handgeführten Maschinen zum Einsatz. Typische Aufgaben sind das Einbringen von Montagebohrungen, das Vorbohren für Senk- und Reiboperationen sowie Kernlochbohrungen vor dem Gewindeschneiden. In Werkstatt und Serienfertigung unterscheiden sich die Anforderungen vor allem bei Standzeit, Wiederholgenauigkeit und Prozesssicherheit.
Gängige Ausführungen und Auswahlkriterien
Zu den üblichen Ausführungen zählen Spiralbohrer, Zentrierbohrer, Stufenbohrer und Spezialbohrer für bestimmte Werkstoffe oder Bearbeitungssituationen. Bei der Auswahl werden unter anderem Durchmesserbereich, Schaftform, Schneidstoff sowie Beschichtung berücksichtigt. Für Gewindearbeiten ist besonders relevant, dass der Bohrerdurchmesser zur vorgesehenen Kernlochbohrung passt.
Abgrenzung zu Fräsen, Bohrzangen und anderen Werkzeugen
Bohrer sind für das Erzeugen von Bohrungen ausgelegt, während Fräsen Konturen, Flächen oder Nuten bearbeiten. Bohrzangen gehören zur Spanntechnik und halten das Werkzeug, übernehmen aber keine Zerspanung. Innerhalb der Hierarchie stehen Bohrer im Bereich Bohren und Senken nahe bei Gewindearbeiten, weil viele Gewinde mit einer passenden Kernlochbohrung vorbereitet werden.