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Adval Tech: Mit deutlich höherer Gesamtleistung und verbesserter Profitabilität

Die Adval Tech Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 die wichtigsten Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Sie erreichte eine Gesamtleistung1) von 170,8 Mio. CHF (2020: 140,8 Mio. CHF, +21,3%). Der EBITDA1) lag bei 17,0 Mio. CHF (2020: 15,2 Mio. CHF, +12,2%), der EBIT1) bei 9,2 Mio. CHF (2020: 6,7 Mio. CHF, +37,3%) und der Reingewinn bei 5,9 Mio. CHF (2020: 4,3 Mio. CHF, +36,8%). Die EBIT-Marge konnte Adval Tech von 4,8% im Jahr 2020 auf 5,4% steigern.
  • Adval Tech: Mit deutlich höherer Gesamtleistung und verbesserter Profitabilität

    Die Adval Tech Gruppe hat auch dieses Jahr verschiedene Neuaufträge von bestehenden und neuen Kunden gewonnen und an allen Standorten innovative Neuprojekte gestartet. Dies alles, trotz der einschneidenden Regulatorien und Einschränkungen, die weltweit mit der Corona-Pandemie verbunden waren.

    Marktentwicklung
    Die Nachfrage in der Automobilindustrie hat sich zwar deutlich erholt, sehr zu schaffen machte der Industrie allerdings die Verknappung von Rohmaterialien und von einzelnen Zulieferteilen sowie die damit verbundenen massiven Preiserhöhungen und Lieferengpässe. Der Mangel an mikroelektronischen Bauteilen wie Halbleiter führte beispielsweise dazu, dass viele Automobilhersteller ihre Produktion zurückfahren mussten, was insbesondere die Adval Tech Standorte in Ungarn und in Mexiko zu spüren bekamen. In Brasilien musste Adval Tech gleich mehrmals Preiserhöhungen für Stahl hinnehmen, und in der Schweiz sowie in Deutschland sah sich die Gruppe gezwungen, das Nettoumlaufvermögen zu strapazieren, um die Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Zulieferteilen sicherstellen zu können. Unter diesen Vorzeichen sind die guten Jahresergebnisse der Adval Tech Gruppe besonders hoch einzuschätzen.

    Markterfolge
    Im Bereich Metall konnte Adval Tech im Berichtsjahr die im Frühling 2018 gestartete Zusam­menarbeit mit einem führenden europäischen Premium-Automobil-Hersteller weiter ausbauen. Dies unter anderem mit einem Nachfolgeauftrag für Bremsenschutzbleche, die von 2022 bis 2032 in Deutschland in Serie produziert werden sollen, mit zusätzlichen Strukturteilen für die Produktion in Ungarn und mit einem Auftrag zur Herstellung von Benzin-Hochdruckpumpen in der Schweiz.

    Im Bereich Kunststoff hat die Adval Tech Gruppe ihr Werk in Querétaro, Mexiko, ausgebaut und die Produktionsfläche von rund 3300 Quadratmeter auf rund 6600 Quadratmeter verdoppelt. Die lokale Mitarbeiterzahl von Adval Tech soll hier in den nächsten Jahren von rund 70 auf 150 bis 200 wachsen. Aber nicht nur für Mexiko, sondern auch für die Standorte in Ungarn und in China wurde Adval Tech für umfangreiche Neuaufträge von bestehenden und neuen Kunden nominiert.

    Im Bereich der verwandten Anwendungen hat Adval Tech im Jahr 2021 zusätzliche Aufträge für den Standort in Malaysia akquiriert und mit der Produktion von Karten für Blutanalysen am Schweizer Standort Grenchen begonnen.

    Auch im Jahr 2021 hat Adval Tech zudem wieder mehrere Aufträge für Schnelllaufpressen erhalten.

    Ausblick
    Auch für 2022 ist ein Ausblick sehr schwierig. Die großen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und mit der Verfügbarkeit von Zulieferteilen und Rohstoffen, insbesondere in der Automobilindustrie, bleiben bestehen. Der Krieg in der Ukraine hat die Situation nochmals deutlich verschärft und die entsprechenden Risiken auf diverse andere Bereiche ausgedehnt. Für die kommenden Monate müssen sich Automobilhersteller mit Szenarien auseinandersetzen, in denen sie die Produktion drosseln oder zeitweise gar stilllegen müssen. Dies bedeutet auch für die Adval Tech Gruppe trotz guter Auftragslage in vielen Fällen Planungsunsicherheit und drohende Produktionsunterbrüche. Die Gruppe verzichtet deshalb auf einen konkreten Ausblick fürs Jahr 2022 und hat sich weiterhin Zurückhaltung bei den Kosten und Investitionen auferlegt. Der Fokus bleibt darauf, die akquirierten Projekte auf Anhieb richtig umzusetzen.

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