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Gemeinsam für einen nachhaltigen Gebäudepark

  • Gemeinsam für einen nachhaltigen Gebäudepark

    Tanja Zimmermann, Direktionsmitglied der Empa, und KICT-Präsident Seung Heon Han mit dem unterschriebenen MoU, umgeben von den Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen. (Foto: KICT)

    Die Empa und das «Korean Institute of Civil Engineering and Building Technology» (KICT) wollen sich zusammen für eine nachhaltige und vernetzte Gesellschaft einsetzen. Im Zentrum der gemeinsamen Forschungsaktivitäten stehen intelligente Gebäude und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und Energie.

    (Stephan Kälin, EMPA)

    Globale Herausforderungen verlangen nach globaler Zusammenarbeit: Mit der Unterzeichnung eines «Memorandum of Understanding» (MoU) haben die Empa und das KICT im Rahmen der «Europe-Korea Conference on Science and Technology 2019» in Wien die Absicht erklärt, in den nächsten Monaten gemeinsame Forschungsbestrebungen zu starten. Im Zentrum stehen dabei Fragestellungen wie: Welche Rolle spielen Gebäude in einem nachhaltigen Energiesystem? Wie begegnet das Bauwesen der Verknappung von Ressourcen? Wie muss unser Gebäudepark auf den demographischen Wandel reagieren? 

     Diese und ähnliche Fragen beschäftigen beide Institutionen gleichermassen. Sowohl am KICT wie auch an der Empa beschränkt man sich dabei nicht auf reine Forschungsaktivitäten, sondern versucht neue Ideen möglichst praxisnah in Demonstrationsbauten und -plattformen umzusetzen. Auf dem Empa-Campus in Dübendorf sind in den letzten Jahren das Forschungs- und Innovationsgebäude «NEST», die Energieforschungsplattform «Energy Hub» (ehub), der Mobilitätsdemonstrator «move» und das digitale Pendant dieser drei Demonstratoren – der «Digital Hub» (dhub) – entstanden. 

    Am KICT wurden in der gleichen Zeit das «Modular House» und das «Zero Energy House» gebaut. Ersteres lotet die Möglichkeiten der modularen Vorfabrikation aus, und letzteres dient zur Weiterentwicklung von energiesparenden Technologien und der nachhaltigen Produktion von Strom in Gebäuden. Das KICT-Forschungsprogramm «Smart Healthy Home» untersucht zudem das Potenzial von Smart-Home-Lösungen und Künstlicher Intelligenz (KI) für das Zusammenleben aller Altersschichten.

    Globaler Wissens- und Erfahrungsaustausch 

    Durch die Kooperation erhoffen sich beide Forschungsinstitutionen vom Wissen und den Erfahrungen der jeweils anderen zu profitieren. «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem KICT und sind überzeugt, dass man globalen Herausforderungen am besten mit einem globalen Wissens- und Erfahrungsaustausch begegnet», sagt Empa-Direktionsmitglied Tanja Zimmermann. Die Leiterin des Departements «Functional Materials» hat am 17. Juli zusammen mit KICT-Präsident Seung Heon Han das MoU in Wien unterzeichnet. An einem Workshop während der Konferenz haben Vertreter der beiden Forschungsinstitutionen bereits erste Ideen für gemeinsame Projekte entwickelt. In den nächsten Monaten werden diese nun konkretisiert.