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KUNSTSTOFF.swiss: Schweizer Kunststoffindustrie erzielt trotz Pandemie einen Umsatz von CHF 14,4 Mrd.

Wirtschaftsdaten 2020 der Schweizer Kunststoffindustrie: Schweizer Kunststoffindustrie erzielt trotz Pandemie einen Umsatz von CHF 14,4 Mrd.
  • KUNSTSTOFF.swiss: Schweizer Kunststoffindustrie erzielt trotz Pandemie einen Umsatz von CHF 14,4 Mrd.

    An der Präsentation der jährlich durch den Branchenverband KUNSTSTOFF.swiss erhobenen Wirtschaftsdaten zeigten sich Präsident Silvio Ponti und Geschäftsführer Kurt Röschli erfreut über die Tatsache, dass die Branche recht gut durch die pandemiebedingte Krise gekommen ist.

    Die Schweizer Kunststoffindustrie hat trotz der Pandemie kaum Umsatzeinbussen zu verzeichnen. So hat sie im Jahr 2020 einen Umsatz von CHF 14,4 Mrd. erzielt. Dies entspricht einem kleinen Rückgang von 5% gegenüber 2019 und bewegt sich auf dem Niveau von 2017.

    «Ein Grund dafür ist sicher die flexible Handhabung der Krise durch die Unternehmen und die ungebrochene Nachfrage nach Kunststoff genau dann, wenn Hygiene zum Hauptthema wird, denn Kunststoff schützt», betonte Silvio Ponti.

    Die grösste Tranche des Branchenumsatzes – rund 67% – kommt aus der Kunststoffverarbeitung. Dort zeigt sich der Umsatzrückgang mit marginalen 1%. Bei den Rohstoffhändlern beträgt der Umsatzrückgang knapp 8% und widerspiegelt die damals noch sehr tiefen Preise. Am meisten verloren haben gemäss Umfrage die Maschinen- und Peripherie-Anbieter mit etwas über 30%. Dies zeigt eindrücklich, wie verhalten die Verarbeiter sich bezüglich Investitionen verhielten und diese aus Respekt vor der Krise sofort gedrosselt haben.

    Selbstverständlich gibt es auch Gewinner
    Unternehmen, die Trennwände aus Plexiglas fertigten, hatten einen massiven Aufschwung von rund 60% und konnten durch den plötzlichen Bedarf zum Teil kaum liefern. Hersteller von Komponenten von Beatmungsgeräten und Desinfektionsmittelbehältern waren nur durch Zusatzschichten in der Lage, die massive Nachfrage zu befriedigen. Maskenhersteller und -händler – auch Masken bestehen grösstenteils aus Kunststoffen – erlebten eine rasante Aufwärtsentwicklung.

    Verpackung und Bau: Kunststoffe schützen das Klima
    Mit je rund 40% Anteil sind die Segmente Verpackung und Bau nach wie vor die Bereiche, in denen Kunststoffe am meisten eingesetzt werden, weil sie genau hier dank ihrer guten Eigenschaften nicht wegzudenken sind.

    Kunststoffe leisten hier einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Sie isolieren, sparen Energie und reduzieren Foodwaste. Der Einsatz von Kunststoff macht Transportmittel leichter, die so weniger Treibstoff benötigen. Durch die Isolation (zur Hauptsache Kunststoffe) von Gebäuden muss weniger geheizt werden. Mit geeigneten Kunststoffverpackungen werden Lebensmittel länger haltbar, und es muss weniger produziert und weniger weggeworfen werden. Auch das trägt zum Klimaschutz bei. Die Verpackung macht dabei übrigens nur 1.5 - 2% des CO2-Fussabdrucks des verpackten Produkts aus.

    >Die Zahlen belegen es: Der Einsatz von Rezyklaten legt von 8% (2019) auf 14% im 2020 zu. Dies ist den verbesserten Produktionsprozessen und dem Augenmerk der Unternehmen auf das Thema Recycling zurückzuführen. Bei einigen Unternehmen im Logistik- und Bauwesen sind Anteile von rund 30% Recyclingmaterial durchaus an der Tagesordnung, was einmal mehr die Kreislauffähigkeit von Kunststoffen unterstreicht.

    Fachkräfte und Werkplatz Schweiz
    Obwohl die Anzahl Firmen mit 743 im Vergleich zum Vorjahr (854) abgenommen hat, zeigt sich die Anzahl der Mitarbeitenden mit 33'029 gegenüber 33'935 erfreulich stabil. Vor allem da dies, wie Präsident Silvio Ponti betont, nicht vorwiegend an der Krise, sondern viel mehr am Fachkräftemangel liege. Geschäftsführer Kurt Röschli ergänzt: «Die Branche bietet viele attraktive und zukunftsträchtige Ausbildungsplätze. Denn Kunststofftechnologinnen und -Technologen sind äusserst begehrte Fachkräfte.

    In der Pandemie hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Schweiz als Produktionsstandort ist. Der Anteil der gelernten Fachkräfte nahm von etwas über 64% auf beinahe 69% zu, dies zu Ungunsten der Angelernten, deren Anteil abgenommen hat.

    Nach wie vor hat der Kunststoffsektor viel zu wenig Fachkräfte. So schliessen heute jährlich nur etwa 75 Lernende in Kunststoffberufen ab – Ausbildungsplätze gibt es doppelt so viele. KUNSTSTOFF.swiss setzt sich intensiv für die Aus- und Weiterbildung und damit für die Gewinnung von Fachkräften ein. Der Verband steht als OdA (Organisation der Arbeitswelt) in der Verantwortung des Berufsbilds Kunststofftechnologe/in EFZ und Kunststoffpraktiker/in EBA. Im Pandemiejahr 2020 wurden die gesamten Berufsbildungspläne komplett überarbeitet und am 30.03.2021 an die zuständige Bundesbehörde (SBFI) zur Implementierung per 01.2022 übergeben.

    KMU-Welt
    Die Schweizer Kunststoffindustrie wird mehrheitlich durch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit durchschnittlich 10 bis 40 Mitarbeitenden geprägt. Damit weist dieser Wirtschaftszweig eine typisch schweizerische Zusammensetzung auf, erreichen die KMU hierzulande doch einen Anteil von mehr als 99 Prozent an der Gesamtzahl der Unternehmen und stellen gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) zwei Drittel der Arbeitsplätze. Zu den Mitgliedern von KUNSTSTOFF.swiss gehören aber auch global agierende Weltunternehmen wie EMS Chemie, Sika, Geberit oder Georg Fischer, um nur einige zu nennen.

    Mehr Kunststoff-News auf Kunststoff-Schweiz - www.kunststoff-schweiz.ch

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    Samstag, 17. Juli 2021
    Beitrag von Kunststoff-Schweiz

    Kunststoff