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SIKA: Rekordergebnis im ersten Halbjahr - Starkes Umsatz- und EBIT-Wachstum

Das erste Halbjahr 2021 hat Sika erneut mit Rekordresultaten abgeschlossen. Dies gelang in allen Regionen trotz der anhaltend starken Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsverlauf. Sika konnte starke Zuwachsraten erzielen und setzte den Wachstumskurs mit einem neuen Umsatzrekord von CHF 4’448.7 Millionen fort. Dies entspricht einer Steigerung von 23.5% in Lokalwährungen. Das Umsatzwachstum in Schweizer Franken belief sich auf 23.1%, darin enthalten ist ein leicht negativer Währungseffekt von -0.4%. Der Akquisitionseffekt lag bei 1.1%. Das organische Wachstum im ersten Halbjahr betrug 22.4%. Gegenüber der Vergleichsperiode von 2019 beträgt das organische Wachstum bereits 11.3%.
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    Gestiegene Rohmaterialkosten, hoher Operating Leverage, Steigerung der EBIT-Marge
    Die gestiegenen Kosten für Rohmaterialien aufgrund von Engpässen führten im ersten Halbjahr zu einer tieferen Bruttomarge von 53.3% (Vorjahr: 54.6%). Dank des hohen Volumens und Effizienzsteigerungen bei Produktionsabläufen konnte ein hoher Operating Leverage erzielt werden. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) konnte mit einer Marge von 19.5% klar gesteigert werden (Vorjahr: 16.4%).

    Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf CHF 685.9 Millionen (Vorjahr: CHF 410.2 Millionen) und ist damit um +67.2% höher als im Vorjahr. Zusätzlich zum Operating Leverage wurde der EBIT durch effizienzsteigernde Massnahmen sowie zusätzliche Synergien in Zusammenhang mit Akquisitionen positiv beeinflusst. Der Fokus auf Liquidität und Cash-Management führte zu einem rekordhohen operativen freien Geldfluss von CHF 318.4 Millionen (+26.4%).

    Zweistelliges Wachstum in allen Regionen
    Die COVID-19-Pandemie ist weiterhin in allen Regionen stark präsent. Vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika bleibt die Wirtschaftsleistung durch die tiefe Impfrate beeinträchtigt. Ausserdem hat sich die Verfügbarkeit von Rohmaterialien verschlechtert. Dank der führenden Marktstellung, der starken Einkaufsorganisation sowie der schnellen und gezielten Implementierung von Massnahmen konnte Sika in allen Regionen Marktanteile gewinnen und Rekordresultate erzielen.

    Im ersten Halbjahr 2021 realisierte die Region EMEA eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 24.1% (Vorjahr: 3.2%). Wie schon im Jahr zuvor wuchsen das Distributions- und Renovationsgeschäft stärker als die anderen Geschäftsfelder. Eine starke Dynamik wies vor allem der private Wohnungssektor auf. Nahezu alle Länder der Region konnten zweistellige Wachstumsraten generieren. Von einem Wachstumsschub profitierten die Länder Südeuropas mit Italien, Frankreich und Grossbritannien sowie Afrika. Generell nahmen die Einkäufe von Sika Produktlösungen über E-Commerce-Plattformen überdurchschnittlich stark zu.

    Die Region Americas erzielte ein Wachstum in Lokalwährungen von 19.5% (Vorjahr: 2.6%). Im ersten Halbjahr 2021 hat die Region zu einem deutlich zweistelligen Wachstum zurückgefunden. Sehr stark entwickelten sich Kanada, Kolumbien, Brasilien, Peru und Chile. In den USA konnte Sika nach einem anfänglich verhaltenen Geschäftsauftakt an Dynamik zulegen. Wachstumstreiber waren insbesondere grössere Instandsetzungsprojekte sowie Neubauprojekte im Bereich von Distributions- oder Datenzentren. In der Region Americas bewährten sich die strategische Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten auf Grossstädte und Ballungszentren sowie die Konzentration auf grosse Infrastrukturprojekte und das erfolgreiche Cross-Selling.

    Der Umsatz in Lokalwährungen in der Region Asien/Pazifik konnte um 26.0% (Vorjahr: 21.8%) gesteigert werden, vor allem China hat mit zweistelligen organischen Zuwachsraten von einer starken Wachstumsdynamik profitiert. Die Anzahl der Verkaufsstellen konnte auf 120’000 weiter ausgebaut werden und trug mit einer fokussierten «Shop in Shop»-Strategie von zusätzlichen, ausgewählten Produkten zum starken Wachstum bei. Die Geschäftstätigkeit in Ländern wie Indien und Australien entwickelte sich dynamisch, und auch in den Staaten der Region Südostasien konnte Sika trotz starker Corona-Auswirkungen wieder zweistellige Zuwachsraten generieren. Schwieriger gestaltete sich die Entwicklung in Japan. Um Ansteckungsraten im Hinblick auf die Olympischen Spiele tief zu halten, hatte die Regierung im ersten Halbjahr ihre Lockdownmassnahmen verschärft und Bauaktivitäten heruntergefahren.

    Im Segment Global Business realisierte Sika ein Wachstum in Lokalwährungen von 27.6% (Vorjahr: -23.1%). Im ersten Halbjahr verzeichnete die Automobilindustrie starke Engpässe in der Lieferkette von elektronischen Bauteilen. Erst Mitte des ersten Halbjahrs sind die Produktionsraten von Neufahrzeugen in allen Regionen gestiegen. Vor allem der Wechsel von traditionellen Antriebssystemen hin zu Elektromobilität hat sich während der Pandemie beschleunigt, getrieben von diversen lokalen Unterstützungsprogrammen. Für den Automobilsektor wird für das Jahr 2021 noch ein Wachstum von 10% prognostiziert. Langfristige Wachstumsimpulse erwartet Sika von den Megatrends im modernen Automobilbau, der Elektromobilität und der Leichtbauweise.

    Erfolgreiche Wachstumsstrategie – Präzisierung der Jahresziele
    Trotz der COVID-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf die operativen Geschäftsergebnisse bestätigt Sika die strategischen Ziele 2023. Das Unternehmen bleibt weiterhin klar auf langfristigen Erfolg und profitables Wachstum ausgerichtet. Mit dem Fokus auf die sechs Eckpfeiler – Marktdurchdringung, Innovation, operative Effizienz, Akquisitionen, starke Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit – will Sika bis 2023 jährlich um 6%–8% in Lokalwährungen wachsen. Ab 2021 strebt das Unternehmen die Steigerung seiner EBIT-Marge auf 15%–18% an. Projekte in den Bereichen Operations, Logistik, Beschaffung und Produktformulierungen sollen zu einer Verbesserung der Betriebskosten von jährlich 0.5% des Umsatzes beitragen.

    Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Sika ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 13%–17% (bisher: zweistelliges Umsatzwachstum in Lokalwährungen) sowie eine überproportionale EBIT-Steigerung. Die EBIT-Marge wird erstmals auf 15% ansteigen trotz einer anspruchsvollen Rohstoffpreisentwicklung.

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