Was unter Gebäudehüllen im Ausbau verstanden wird
Die Gebäudehülle bildet den äusseren Abschluss eines Bauwerks. Sie schützt gegen Witterungseinflüsse und wirkt beim Wärme-, Feuchte- und Nutzungsschutz mit. Im Bereich Ausbau geht es um die Ausführung, Erneuerung oder Anpassung von Dächern, Fassaden und Isolierungen sowie um Anschlüsse an angrenzende Bauteile.
Typische Arbeiten an Gebäudehüllen
Leistungen an Gebäudehüllen fallen bei Neubauten, Umbauten und Sanierungen an. Dazu gehören der Aufbau oder die Erneuerung von Dach- und Fassadenschichten, die Verbesserung der Dämmung, die Instandsetzung beschädigter Aussenflächen und die Bearbeitung von Anschlüssen, Durchdringungen und Übergängen. Besonders bei Bestandsgebäuden ist die Abstimmung mit bestehender Konstruktion und Nutzung wesentlich.
Teilbereiche: Dächer, Fassaden und Isolierungen
Zu den typischen Unterleistungen gehören Dächer, Fassaden und Isolierungen. Bei Dächern reicht die Leistung je nach Bauweise von geneigten bis zu flachen Dachaufbauten. Fassaden können als verputzte, bekleidete oder hinterlüftete Systeme ausgeführt sein. Isolierungen betreffen die thermische und teils auch bauphysikalische Ergänzung der Gebäudehülle und werden mit den übrigen Schichten konstruktiv abgestimmt.
Abgrenzung zu Rohbau, Fenster und Türen sowie Sonnenschutz
Gebäudehüllen liegen in der Hierarchie unter Ausbau und grenzen sich vom Rohbau ab, der die tragende Grundstruktur erstellt. Fenster und Türen sind funktional Teil der äusseren Gebäudeabschlüsse, werden jedoch oft als eigene Leistung behandelt, weil Planung, Einbau und Ersatz anderen Gewerken zugeordnet sind. Sichtschutz und Sonnenschutz ergänzen die Fassade oder Öffnungen, gehören aber nicht automatisch zur Gebäudehülle selbst. Auch Sicherheitsleistungen wie Alarmanlagen oder Zutrittssysteme betreffen andere technische Ebenen des Gebäudes.