Was mineralisch gebundene Putze auszeichnet
Bei mineralisch gebundenen Putzen wird die Bindung der Zuschläge durch ein mineralisches Bindemittel erreicht. Daraus ergeben sich Putzsysteme mit klar definierter mineralischer Basis, die je nach Rezeptur unterschiedliche Festigkeiten, Oberflächenbilder und Verarbeitungsweisen aufweisen. Im Bereich Deckenputze und Wandputze umfasst diese Kategorie vor allem Putze, deren Materialcharakter nicht durch organische Bindemittel bestimmt wird.
Typische Einsatzbereiche an Decken und Wänden
Mineralisch gebundene Putze kommen auf Mauerwerk, Beton und anderen geeigneten mineralischen Untergründen zum Einsatz. Im Innenbereich dienen sie häufig zum Ausgleichen, Glätten oder Strukturieren von Wand- und Deckenflächen. Im Aussenbereich oder in stärker beanspruchten Zonen ist die konkrete Eignung von der jeweiligen Zusammensetzung und dem gesamten Putzaufbau abhängig.
Übliche Ausprägungen innerhalb dieser Putzart
Innerhalb der mineralisch gebundenen Systeme gibt es unterschiedliche Rezepturen, etwa auf Kalk-, Kalkzement-, Zement- oder Gipsbasis. Sie unterscheiden sich in Verarbeitung, Oberflächencharakter, Feuchteverhalten und Einsatzbereich. Zusätzlich variieren Kornstärke, Schichtdicke und Struktur je nachdem, ob ein Unterputz, ein Feinputz oder ein dekorativer Oberputz hergestellt werden soll.
Abgrenzung zu anderen Putzsystemen
In der Hierarchie der Gipserarbeiten ist diese Leistung eine spezifische Unterkategorie von Deckenputzen und Wandputzen. Im Unterschied zu kunststoffgebundenen Putzen beruht das Bindemittelsystem hier nicht auf organischen Harzen. Kunststoffvergütete Putze enthalten zwar ebenfalls mineralische Bestandteile, werden jedoch durch Kunststoffzusätze modifiziert. Kombinierte Systeme verbinden Eigenschaften oder Schichten verschiedener Putzarten und sind deshalb nicht mit rein mineralisch gebundenen Putzen gleichzusetzen.