Funktion von Akkumulatoren in der Notstromversorgung
In Notstromsystemen speichern Akkumulatoren elektrische Energie und stellen sie bei Ausfall der regulären Versorgung wieder zur Verfügung. Sie versorgen Verbraucher entweder direkt mit Gleichstrom oder als Teil eines Gesamtsystems, das die gespeicherte Energie in die benötigte Versorgungsform umsetzt. Massgebend sind dabei unter anderem die erforderliche Überbrückungszeit, die Entladecharakteristik, die Ladeerhaltung und die Abstimmung auf die angeschlossenen Lasten.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden und technischen Anlagen
Stationäre Akkumulatoren werden in Anlagen eingesetzt, die bei Stromausfall nicht sofort abgeschaltet werden dürfen oder eine definierte Sicherheitsfunktion aufrechterhalten müssen. Dazu gehören je nach System beispielsweise Steuerungen, Meldetechnik, Sicherheitsbeleuchtung oder andere kritische Verbraucher innerhalb der Gebäudetechnik. Im Umfeld von Haupt- und Unterverteilungen sind sie Teil von Notstromkonzepten, bei denen kurze Ausfälle überbrückt oder Umschaltzeiten abgefangen werden.
Ausführungen und technische Auslegung
Für stationäre Anwendungen kommen verschiedene Akkumulatorentypen und Bauformen in Frage, etwa ventilgeregelte Bleisysteme, offene Bleibatterien oder andere Speichertechnologien. Die Auswahl richtet sich nach Platzverhältnissen, Umgebungstemperatur, Wartungskonzept, geforderter Lebensdauer und dem elektrischen Lastprofil. Bei der Auslegung werden insbesondere Kapazität, Entladestrom, Ladeverfahren, Aufstellbedingungen und die Einbindung in Überwachungs- und Schutzkonzepte berücksichtigt.
Abgrenzung zu USV-Anlagen, Ladegeräten und Generatoren
Akkumulatoren sind der Speicherteil einer Notstromlösung, jedoch nicht automatisch das vollständige Versorgungssystem. Gegenüber USV-Anlagen fehlt ihnen ohne zusätzliche Leistungselektronik die vollständige Funktion zur unterbrechungsfreien Stromaufbereitung und Umschaltung. Von Batterieladegeräten unterscheiden sie sich als Energiespeicher, von Akkumulatorenprüfgeräten als Prüf- und Diagnosemittel. Im Vergleich zu Dieselgeneratoren oder Generatorgruppen decken Akkumulatoren in der Regel kürzere Zeiträume ab und benötigen keine Kraftstoffversorgung.