Aufbau und Funktion von Notstromgruppen
Eine Notstromgruppe ist für den Einsatz als Ersatzstromquelle ausgelegt. Sie erzeugt elektrische Energie, wenn das öffentliche Netz oder eine andere Hauptversorgung ausfällt, und speist definierte Stromkreise, Unterverteilungen oder priorisierte Verbraucher. Zum System gehören je nach Ausführung die Antriebsmaschine, der Generator, die Steuerung, Schutzfunktionen, Überwachungseinrichtungen sowie die Einbindung in die elektrische Verteilung.
Einsatz in Gebäuden und technischen Anlagen
Notstromgruppen werden dort eingesetzt, wo bestimmte Funktionen auch bei Netzausfall verfügbar bleiben müssen. Typische Anwendungen sind sicherheitsrelevante Gebäudetechnik, ausgewählte Beleuchtungs- und Kommunikationskreise, technische Zentralen, Pumpen, Kühlanlagen oder andere betriebsnotwendige Verbraucher. In vielen Projekten wird nicht das gesamte Gebäude versorgt, sondern nur ein klar abgegrenzter Notstrombereich.
Ausführungen und technische Einbindung
Notstromgruppen unterscheiden sich unter anderem nach Leistung, Startart, Bauform und Betriebsweise. Möglich sind offene oder gekapselte Ausführungen sowie Einzelanlagen oder Lösungen, die in ein grösseres Versorgungskonzept eingebunden werden. Je nach Projekt werden sie mit Treibstoffversorgung, Abgasführung, Lüftung, Schallschutz und den erforderlichen Schnittstellen zur Hauptverteilung und zu den nachgeschalteten Verbrauchern geplant.
Abgrenzung innerhalb der Notstromversorgung
Innerhalb der übergeordneten Leistung Notstromversorgung bezeichnet die Notstromgruppe die eigentliche Erzeugungseinheit für den Ersatzstrombetrieb. Sie ist von USV-Anlagen abzugrenzen, die kurze bis mittlere Ausfälle ohne Unterbruch überbrücken. Gegenüber Dieselgeneratoren beschreibt Notstromgruppe primär die Funktion im Notbetrieb, nicht allein die Antriebsart. Notstromautomatik, Synchronisieranlagen oder Batterieladegeräte sind ergänzende Teilbereiche, aber nicht mit der Notstromgruppe selbst gleichzusetzen.