Kabel als Übertragungsmedium in Verteilnetzen
Im Bereich Verteilnetze bezeichnet die Leistung Kabel die Auswahl, Führung und Einbindung von Leitungen für elektrische und teilweise auch informationstechnische Verbindungen. Massgeblich sind dabei unter anderem Leiteraufbau, Isolation, Mantelmaterial, Querschnitt, Abschirmung und der vorgesehene Einsatzort. Die Anforderungen ergeben sich aus der Art der Übertragung, der Verlegeart sowie aus Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit oder mechanischer Beanspruchung.
Typische Einbauorte im Hochbau
Kabel kommen in Haupt- und Unterverteilungen, in Steigzonen, Installationsschächten, Zwischendecken und Technikzentralen zum Einsatz. Sie verbinden Verteiler mit Verbrauchern, Anlagenkomponenten oder Steuerungseinheiten. Je nach Gebäudetyp reichen die Anwendungen von klassischen Stromversorgungen bis zu Leitungen für Beleuchtung, Antriebe, Gebäudetechnik oder interne Kommunikationsstrecken.
Ausführungen und zugeordnete Teilbereiche
Zu den untergeordneten Ausprägungen zählen beispielsweise Flachkabel, flammwidrige Kabel, PVC-Kabel und LWL-Kabel aus Glasfaser. Diese unterscheiden sich nach Aufbau, Brandverhalten, Material oder Übertragungsart. Im direkten Umfeld der Kabelleistung liegen zudem Themen wie Kabeldurchführungen und Kabelkennzeichnung, weil die sichere Durchführung durch Bauteile und die eindeutige Zuordnung im Betrieb zur fachgerechten Ausführung gehören.
Abgrenzung zu Elektrorohren, Kanälen und Anschlusstechnik
Kabel sind das eigentliche Leitungsmedium. Elektrorohre sowie Installationskanäle und Kanäle dienen dagegen in erster Linie der Führung, dem Schutz und der geordneten Verlegung. Netzwerkstecker gehören zur Anschlusstechnik am Leitungsende, nicht zum Kabel selbst. Gegenüber BUS-Installationen liegt der Unterschied darin, dass dort das Kommunikationssystem und dessen Topologie im Vordergrund stehen, während die Leistung Kabel die physische Leitungsebene behandelt.