Was zu BUS-Installationen gehört
Bei BUS-Installationen werden Geräte der Gebäudetechnik so vernetzt, dass Befehle, Zustände und Meldungen zwischen mehreren Teilnehmern ausgetauscht werden können. Dazu gehören die Verlegung der Busleitungen, die Anbindung von Bedien- und Feldelementen, der Anschluss von Aktoren sowie die strukturierte Zuordnung der Teilnehmer innerhalb des Systems. Je nach Ausführung umfasst die Leistung auch die Adressierung, Parametrierung und Funktionsprüfung der einzelnen Geräte.
Typische Anwendungen in Gebäuden
Eingesetzt werden BUS-Installationen überall dort, wo mehrere Funktionen koordiniert gesteuert oder überwacht werden sollen. Typische Anwendungsbereiche sind Beleuchtung, Beschattung, Raumfunktionen, Einzelraumregelung, Meldetechnik oder die Einbindung technischer Anlagen in Bürogebäuden, Wohnüberbauungen, Schulen oder Zweckbauten. Der Nutzen liegt vor allem in der flexibleren Zuordnung von Bedienpunkten und Funktionen innerhalb derselben Gebäudeinstallation.
Projektformen von der Neuinstallation bis zur Erweiterung
BUS-Installationen kommen sowohl im Neubau als auch bei Umbauten und Erweiterungen vor. In neuen Gebäuden kann die Kommunikationsstruktur früh in die Elektroplanung integriert werden, während bei Bestandsbauten oft bestehende Leitungswege, Verteiler und Steuerfunktionen berücksichtigt werden müssen. Je nach Projekt reicht die Leistung von einzelnen BUS-Linien für Raumfunktionen bis zu gebäudeweiten Strukturen mit mehreren Teilbereichen und Schnittstellen zu anderen Systemen.
Abgrenzung zu Hausleittechnik, SPS und konventioneller Installation
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zu den Verteilnetzen der Elektronik und Gebäudesystemtechnik. BUS-Installationen betreffen die Kommunikations- und Steuerungsebene in der Gebäudeverteilung; sie sind nicht mit Hausleittechnik gleichzusetzen, die häufig übergeordnet visualisiert, überwacht oder mehrere Gewerke zusammenführt. Von SPS Steuerungen unterscheiden sie sich durch den typischen Einsatz in der Gebäudeautomation statt in maschinennahen Prozessabläufen. Einbauschalter und Steuerschalter sind einzelne Bedienelemente, während BUS-Installationen die dahinterliegende vernetzte Struktur und Funktionalität umfassen.