Druckerhöhung in Wasserverteilungen
Eine Druckerhöhungspumpe nimmt Wasser mit vorhandenem Vordruck auf und hebt den Druck auf das für die Anlage erforderliche Niveau an. In Gebäudeinstallationen betrifft das vor allem Trinkwasser- oder Brauchwassersysteme, bei denen an Entnahmestellen ein bestimmter Betriebsdruck eingehalten werden soll. Je nach Aufbau ist die Pumpe Teil einer kompakten Druckerhöhungsanlage mit Steuerung, Druckhaltung und weiteren Komponenten.
Typische Einsatzsituationen in Gebäuden und Anlagen
Druckerhöhungspumpen werden eingesetzt, wenn der Netzdruck für obere Geschosse, ausgedehnte Leitungsnetze oder verbrauchsstarke Bereiche nicht genügt. Typische Anwendungen sind Wohn- und Geschäftsbauten, Hotels, Industriegebäude sowie Areale mit wechselnden Lastzuständen. Auch bei Zwischenspeichern oder internen Wasserverteilungen werden sie verwendet, wenn der vorhandene Zulaufdruck nicht ausreicht.
Ausführungen nach Leistungsbedarf und Regelung
Je nach Fördermenge und Druckbedarf kommen Einzelpumpen oder mehrpumpige Anlagen zum Einsatz. Üblich sind Ausführungen mit fester Drehzahl oder mit bedarfsgerechter Regelung, um Druckschwankungen im System auszugleichen. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Medium, Betriebsweise, hygienischen Anforderungen und der Frage, ob eine konstante Versorgung auch bei stark wechselnder Entnahme nötig ist.
Abgrenzung zu anderen Pumpentypen
Innerhalb der Hierarchie gehören Druckerhöhungspumpen zu den Pumpen in Pumpenanlagen von Sanitäranlagen. Sie unterscheiden sich von Abwasserpumpen und Entwässerungspumpen, die verschmutzte Medien ableiten, sowie von Umwälzpumpen für Zentralheizungen, die Wasser in geschlossenen Kreisläufen bewegen. Gegenüber Hochdruckpumpen liegt der Fokus nicht auf sehr hohen Enddrücken, sondern auf der stabilen Versorgung eines Leitungssystems mit dem benötigten Nutzdruck.